Die F+F ist die grösste unabhängige Gestaltungsschule der Schweiz. Fotos: zvg

Leitungswechsel an der F+F

Nach elf Jahren gibt der Rektor Christoph Lang die Schule für Kunst und Design in neue Hände. Aus einem Skandal geboren, steht sie heute stabil da.

Die F+F Schule für Kunst und Design gehört zu den jungen Wilden. Die sechs Gründer*innen wollten eine Alternative bilden zur traditionellen Ausbildung an der Kunstgewerbeschule: idealistisch, nicht kommerziell und dem Teamgeist verpflichtet (was man heute wohl Kollektiv nennen würde). So spaltete sich die Fachklasse mit einem gestaltungspädagogischen Skandal von der etablierten Institution ab. 1971 fand der erste Kurs der künftigen Schule in der Wohnung der Architektin Lisbeth Sachs in der Villa Chiodera in Zürich statt. Heute, über 50 Jahre später, ist die F+F die grösste unabhängige Gestaltungsschule der Schweiz.

Nun kommt es zu einem Leitungswechsel: Der langjährige Rektor Christoph Lang gibt sein Amt ab. «Elf Jahre sind eine gute Zeitspanne. Ich möchte die Schule nicht bis zum Ende dominieren, sondern mich zurückziehen, sodass sie sich über meinen Horizont hinaus entwickeln kann.» Diese Nachfolge ist noch nicht gefunden. Die Stelle ist aktuell ausgeschrieben, willkommen sind auch Co-Leitungs- oder Jobsharing-Modelle.

Die Schule sei organisatorisch und strukturell solid aufgestellt, sagt Lang. Mit dem ‹Foundation Year› wurde eben ein neues Programm gestartet, das gezielt auf ein Studium an einer Fachhochschule oder Höheren Fachschule vorbereitet. Ausserdem können neu alle Absolvent*innen der fünf Studiengänge den Diplomzusatz ‹Professional Bachelor› tragen. Die Mietverträge in der Nachbarschaft des neuen Kochparks sind noch mindestens bis Ende 2033 gesichert. «Die F+F ist anders als andere Schulen ein Ort, den man projektorientiert gestalten kann», sagt Lang. Konkrete Pläne für seine eigene Zukunft habe der 55-Jähige noch nicht, lässt aber durchblicken, dass ihn Projekte mehr reizen als Verwaltung.

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