(Fuori) Salone: Hauptsache Milano
Der Fuorisalone wächst seiner älteren Schwester über den Kopf – obwohl die städtische Kulisse zuweilen die ausgestellten Möbel konkurriert. Der Anlass ist jährlich Gelegenheit, den Puls der Branche zu fühlen.
Die 64. Ausgabe der Mailänder Möbelmesse schloss am Sonntag ihre Tore – und mit ihr unzählige Palazzi, Innenhöfe und andere Gebäude, die als Kulisse für Installationen oder Möbelkollektionen gedient hatten. Der Grossanlass brachte in erster Linie Erleichterung – man hatte vorab befürchtet, dass Kriege und geopolitische Wirren viele der aussereuropäischen Gäste fernhalten würden. Doch mit über 300 000 Besucher*innen sowie 1900 Aussteller*innen aus 32 Ländern waren die Hallen voll wie gewohnt – kein Rekord, aber immerhin. Noch voller war es allerdings in der Innenstadt: Über 500 000 Menschen strömten durch Tortona, 5vie, Durini, Isola und Porta Venezia, und in Brera waren Strassen und Trottoirs dermassen verstopft, dass selbst des Bürgermeisters Aufforderung nichts half, während der Designwoche doch bitte aufs Auto zu verzichten.
