Der simple Kniff
Solarfassaden gelten als teuer, aufwendig und abweisend. Doch die Sanierung einer Wohnhausfassade in Basel beweist das Gegenteil – und Finesse.
Es sei einfacher gewesen als gedacht, sagt Dominique Salathé. Seine erste Photovoltaikfassade gibt dem Wohnhaus aus den 1960er-Jahren ein neues, farbiges Gesicht: «Zolli-Grün», betont der Architekt. Das Haus gehört dem Basler Zoo, dessen Gelände sich direkt dahinter ausbreitet. Im Erdgeschoss des Hauses betreibt er Werkstätten. Die 20 Wohnungen darüber bieten dank der erhöhten Lage einen wunderbaren Blick zum Park, aus dem Tiergeräusche dringen. Nebenan führt die Bahnlinie nach Frankreich unterhalb der breiten Oberwilerstrasse hindurch. Die Weite vor dem Haus verschafft dem Bau Prominenz – und viel Sonne für Strom.
Fassadensanierung Mehrfamilienhaus, Zoo Basel, 2022
Oberwilerstrasse 133 + 135, Basel
Bauherrschaft: Zoologischer Garten Basel
Architektur: Salathé Architekten Basel
Mitarbeit: Pepita Bernasconi, Fabian Früh, Silvia Jenni, Mattia Mariotto, Dominique Salathé
Bauleitung: Glaser Baupartner, Basel
PV-Planung: Energiebüro, Zürich
Fassadenplanung: Christoph Etter, Basel
Bauphysik: Gartenmann Engineering, Basel
Brandschutz: Peter Deubelbeiss, Obermumpf AG; Holzprojekt, Basel
PV-Anlage: Planeco, Münchenstein
Auftragsart: Studienauftrag, 2020
Gesamtkosten (BKP 2): Fr. 3,79 Mio.
