Baukultur aus Abfall

Zementfrei, ressourcenschonend, zirkulär: Ein Forschungspavillon an der Hochschule Luzern setzt im Kleinen ein Zeichen für den grossen Massstab.

Text: Niklas Nalbach
Fotos: Geraldine Recker
22.09.2025 08:00

Damit in der Baukultur eine Wende zur Nachhaltigkeitstattfindet, braucht es Normen bezüglich Materialien. Eine gebaute Beweisführung steht auf dem Campusgelände der Hochschule Luzern in Horw: Das Bauwerk in den Farben Grau und Beige und mit Oberflächen, die Beton zum Verwechseln ähnlich sehen, könnte uns nachhaltige Antworten liefern in Bezug auf Materialien und Methoden im grossmassstäblichen Bauen. Der Materialhersteller Oxara hat das Projekt ‹Pavillon Manal› initiiert, um seine auf Lehm und mineralischen Salzen basierende Materialpalette zu testen. Eine transdisziplinäre Gruppe rund um den Innosuisse-Förderbund Think Earth brachte zahlreiche Partner aus Hochschule, Planung und Industrie an einen Tisch – vereint durch die Absicht, bei der Erstellung von Gebäuden CO2 einzusparen.

Pavilion Manal, 2024
Technikumstrasse 21, Horw LU
Bauherrschaft: Hochschule Luzern, Horw; Oxara, Schlieren
Architektur: Stefan Wülser, Sara Sherif, Pascal Hofer, Nina Hug, Zürich; Pascal Hofer, Bern
Materialtechnologie: Oxara, Schlieren; Kibag, Zürich
Tragwerksplanung: Walt Galmarini, Zürich
Baumeister: Marti, Zürich
Holzbau: Küng Holzbau, Alpnach
Metallbau: Stahl- & Traumfabrik, Zürich

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