Aus Alt mach Neu
Cura Architekten aus München haben die Schulanalage in Davos Platz erweitert und den Betonaltbau aus den 1970er-Jahren geschont.
Eishockeystadion, Stadtplatz mit Kulturhaus, Erweiterung des Kongresshauses, Kleinbauten, mehrere Turnhallen und Schulhäuser – die Gemeinde Davos erlebt eine Ära intensiven öffentlichen Bauens. Simi Valär, fürs Bauen zuständiger Landrat, und die Gemeindearchitektin Cornelia Deragisch haben sie geprägt. Für alle Bauaufgaben haben sie dem Wettbewerb vertraut, so einem offenen Verfahren für die Erweiterung der Schulanlage in Davos Platz. 31 Eingaben aus der Schweiz und Deutschland schlugen vor, wie ein alter Betonkasten zwischen einem Primar- und Oberschulhaus zu behandeln sei, um 14 Klassenzimmer, Räume für gestalterische Bildung, Logopädie, Sozialarbeit und Schulleitung, eine Mensa und Aula unterzubringen. 27 Entwürfe wählten einen Ersatzneubau. Obschon eine Testplanung «Abbrechen, neu bauen!» rief, schloss das Programm im Kleingedruckten einen Um- und Ausbau des Bestandes nicht aus. Prompt hat die Jury empfohlen: «Nicht abbrechen, weiterbauen. Das ist klimavernünftig.» Nach dem Öffnen des Couverts grosse Augen: Cura Architekten aus München. Marc Ritz und Otto Closs, eben noch Studenten, stachen die renommierten Büros aus.
Erweiterung Schulanlage, Davos Platz, 2024
Bauherrschaft: Gemeinde Davos
Architektur: Cura, München
Auftragsart: Offener Wettbewerb, 2022
Bauingenieure: Conzett Bronzini Partner, Chur
Baukosten (BKP 2): Fr. 1156 m3