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Architekturwandern 2018

Hochparterre Reisen

Architekturwandern 2018

Hochparterre führt ein- und mehrtägige Architekturwanderungen durch. Wir wandern in kleinen Gruppen durch Orte und Landschaften, die unsere Wanderleiter kennen. 




Wandernacht mit höchstgelegenem Open-Air-Kino

Der Filmemacher Christian Schocher ist bekannt für seinen Kultfilm «Der reisende Krieger» (1981). Etwas weniger bekannt ist sein Film «Lüzzas Walkman» (1989), den wir uns in der Wandernacht anschauen. Schocher arbeitete ohne Drehbuch und geschriebene Dialoge. Ein junger Bauernsohn putzt bei den Flimser Bergbahnen Sesseli und reist dann doch nach Zürich, wo er in die bewegten 80er-Jahre eintaucht. Selbst La Lupa tritt im Film auf.
Wir beginnen die Wandernacht am Abend, wenn es noch hell ist, in Präz am Heinzenberg mit einem Rundgang durch das intakte Bündner Bergdorf. Wir essen gemütlich Znacht bevor wir mit der Nachtwanderung starten. Wir steigen auf 2000 Meter hoch, wo wir unser improvisiertes Kino einrichten. Es wird vermutlich das höchste Open-Air-Kino der Schweiz. Jede und jeder kriecht in seinen mitgebrachten Schlaf- und Biwaksack und geniesst den Film (Schweizerdeutsch mit deutschen Untertiteln). Wenn das Wetter mitspielt, sogar mit Vollmond.
Noch bei Nacht machen wir uns auf den Abstieg und können hoffentlich an einem schönen Aussichtsort den Sonnenaufgang erleben. Morgenessen gibt es um 7 Uhr in Präz, wo die Wandernacht endet. Bei leichtem Regen verkürzen wir die Wanderung, bei starkem Regen schauen wir uns den Film in der Alten Sennerei in Präz an.

Datum: Samstag und Sonntag, 23. Juni und 24. Juni 2018
Dauer: Eine Nacht
Treffpunkt: Samstag, 18:00 Uhr, Präz (zum Beispiel Zürich HB ab 15:37 Uhr, öffentliche Parkplätze am Dorfeingang vorhanden)
Ende: Sonntag, 8:00 Uhr, Präz (zum Beispiel Zürich HB an 10:23 Uhr)
Preis: Fr. 245.– (Fr. 295.– ohne Abo)

Im Preis inbegriffen: Zweiköpfige Wanderleitung, Nachtessen, Frühstück, Mehrwertsteuer
Auf eigene Kosten: Hin- und Rückfahrt nach Präz, Getränke im Restaurant
Anforderung: Etwas Ausdauer und Durchhaltewillen ist von Vorteil. Sonst eher einfache, nicht ausgesetzte Nachtwanderung, Wege aber nicht immer gut sichtbar. 3 Stunden Aufstieg (800 Höhenmeter) und 2,5 Stunden Abstieg (800 Höhenmeter). Die Tour findet bei jedem Wetter statt, je nach Bedingungen passen wir aber das Programm an.
Teilnehmer: mindestens 10, höchstens 16
Wanderleitung: Jimmy Jung, Wanderleiter, und Ivo Bösch, Redaktor, Architekt und Wanderleiter
Anmeldeschluss: Donnerstag, 21. Juni 2018




Übernachten im «Caruso St John» von Tschiertschen

Es war eine Institution, das Café Engi in Tschiertschen. Wer etwas von sich hielt, ging nach dem Skifahren auf die Terrasse den Durst stillen. Doch die etwas abseitige Lage hat der kleinen Pension nie grosse Umsätze beschert. Nun haben sie Caruso St John in ein privates Ferienhaus mit zweigeschossigem Veranstaltungssaal umgebaut. Holz spiegeln, Geländer imitieren, Muster aufmalen – Caruso St John haben mit dem Credo der Materialechtheit gebrochen, das sonst auf Schweizer Umbauprojekten lastet. Wer sich wie in einem geometrischen Interieur des schottischen Architekten Charles Rennie Mackintosh fühlen will, kommt auf die gemütliche Zweitagestour mit. Denn wir werden im Aux Losanges übernachten, wie das Haus heute heisst. Zuerst fahren wir nach Arosa. Wir starten auf dem Weisshorn von Tilla Theus, wandern zwei Tage durch das Schanfigg und besichtigen zum Schluss auch Conradin Clavuots Schulhaus in St. Peter.

Datum: Samstag und Sonntag, 30. Juni und 1. Juli 2018
Dauer: Zwei Tage
Treffpunkt: Samstag, 9:00 Uhr, vor dem Bahnhof, Chur
Ende: Sonntag, 17:05 Uhr, Bahnhof, Chur
Preis: Fr. 570.– (Fr. 680.– ohne Abo)

Im Preis inbegriffen: Zweitägige Architektur-Wanderleitung, Übernachtung im Viererzimmer (mit Etagendusche) im Aux Losanges in Tschiertschen, Abendessen, Frühstück, Mittagslunch am Sonntag, Gepäcktransport von Arosa nach Tschiertschen und von Tschiertschen nach Chur (Tagesrucksack muss man selbst tragen), Transfers mit der Rhätischen Bahn, Luftseilbahn und Postauto, Kurtaxen, Mehrwertsteuer
Zuschlag: Im Doppelzimmer (mit Etagendusche): Fr. 50 .–, im Einzelzimmer (mit Etagendusche): Fr. 100.–
Auf eigene Kosten: Hinfahrt nach Arosa, Rückfahrt von Chur, Mittags-Picknick am ersten Tag, Getränke in Restaurants
Anforderung: Einfache Wanderungen, 3 bis 4 Stunden pro Tag. Wir werden viel abwärts wandern. Die Tour findet bei jedem Wetter statt, je nach Bedingungen passen wir aber das Programm an.
Teilnehmer: höchstens 10
Wanderleitung: Ivo Bösch, Redaktor Hochparterre, Architekt und Wanderleiter
Anmeldeschluss: 24. Juni 2018




Kriege, Äbte, Kuren: Bad Ragaz und Pfäfers

Im St. Galler Oberland kommen 1000 Jahre Kriegs- und 1000 Jahre Kurgeschichte zusammen. Sie haben mächtige architektonische Werke hinterlassen – die werden besichtigt. Mit abschliessendem Bad. Wir treffen uns in St. Margrethenberg und suchen nach Spuren des russischen Generals Suworow. Dann machen wir einen Sprung von 150 Jahren und inspizieren die grösste Festung der Schweizer Armee in Furggels. Spital, Lastwagengaragen, Kantonemente, vier Riesenkanonen hinter einem unscheinbaren Tor im Fels. Patriotisch gestärkt wandern wir nach Pfäfers und halten Einkehr in barocker Pracht des Klosters und besuchen die Neubauten der psychiatrischen Klinik St. Pirminsberg. Wir steigen über einen Pfad ins Alte Bad Pfäfers und tief in den Berg zur Quelle des Kurorts Bad Ragaz. Dann dem Wasserlauf talauswärts unter der neuen Taminatobelbrücke hindurch nach Bad Ragaz. Kurortsarchitektur einst und heute. Besichtigung des Grand Resorts mit dem Hotelturm von Hilmer & Sattler und dem Golfclub von Bernardo Bader. Nach der Führung zu einem Espresso in die Halle des Quellenhofs und schliesslich zum Bad in die Tamina Therme von Joseph Smolenicky und die Sauna «nera» von gasser derungs.

Datum: Samstag, 1. September 2018
Dauer: Ein Tag
Treffpunkt: Samstag, 9:30 Uhr, Bahnhof Bad Ragaz
Ende: 20:15 Uhr, Bahnhof Bad Ragaz
Preis: Fr. 275.– (Fr. 330.– ohne Abo)

Im Preis inbegriffen: Führung und Belehrungen zur Kriegs-, Kloster- und Kurgeschichte, Eintritt und Führung in der Festung Furggels, Eintritt in die Tamina Therme, Mehrwertsteuer
Auf eigene Kosten: Hin- und Rückreise Bad Ragaz, Picknick aus dem Rucksack
Anforderung: Steiler Abstieg ins Taminatobel, viel abwärts
Teilnehmer: Mindestens 6, höchstens 15
Büroreise: Die attraktive Tour eignet sich auch gut als Büroausflug, zum Beispiel mit Nachtessen im Restaurant Rössli. Termin und Preis nach Absprache.
Wanderleitung: Köbi Gantenbein, Chefredaktor Hochparterre
Anmeldeschluss: 17. August 2018



Im Stadtdorf Landquart

Landquart ist eines der jüngsten Dörfer der Schweiz und wuchs innert eines Jahrhunderts zu einer Kleinstadt – Eisenbahn, Industrie, Lagerhallen und Bürohäuser prägen den Ort; aber auch wichtige Schulen wie der Plantahof und Wohnbauten für Arbeiter. Dieses eigenartige Stadtdorf besichtigen wir: welche Architektur ist ihm angemessen worden? Die Wanderung geht vom potemkinschen Einkaufsdorf «Landquart Fashion Outlet» zum mit Architekturpreisen ausgezeichneten Zentrum für Betagte und Kinder der Architekten Joos & Mathys und Schmid Schärer, dann zum Ensemble aus Geschäfts- und Wohnhäusern von Bearth & Deplazes, weiter zu ein paar Schmuckstücken anonymer Architektur und schliesslich zum «Russhof», wo für die landwirtschaftliche Schule eine Promenade zeitgenössischer Architektur entstanden ist – aus Stallbauten, Schulgebäuden und jüngst dem Hörsaal von Valerio Olgiati. Den Schlussstein setzt der Besuch in einem der eigenartigsten Einkaufszentren der Schweiz – der Shopping Mall von Domenig Architekten.

Datum: Samstag, 6. Oktober 2018
Dauer: Ein Morgen
Treffpunkt: Samstag, 9:00 Uhr, Bahnhof Landquart
Ende: 13:00 Uhr, Bahnhof Landquart
Preis: Kostenlos. Diese Wanderung wird von «Landquart Kultur» veranstaltet. Hochparterres Leserinnen und Leser sind herzlich eingeladen mitzuwandern. Kollekte am Ende.

Anforderung: Einfacher Stadtdorfspaziergang
Teilnehmer: Höchstens 10 Hochparterre-Plätze
Wanderleitung: Köbi Gantenbein, Chefredaktor Hochparterre
Anmeldeschluss: 1. Oktober 2018




Bauen für Touristen: Bürgenstock und Rigi

Unsere Berge sind Sehnsuchtsorte. Auf zwei besonderen Tourismus-Bergen, dem Bürgenstock und der Rigi, schauen wir uns Bahnen und Hotels, Bäder und Chalets an.
Wir nähern uns dem Bürgenstock – wie die ersten Gäste 1873 – von der Rückseite. Mit der Bürgenstockbahn, dem Felsenweg und dem Hametschwandlift wurde nicht nur in Meisterleistungen der Ingenieurskunst, sondern auch in touristische Attraktionen investiert. Mit architektonischen Innovationen lockte auch Fritz Frey, Hausherr auf dem Bürgenstock ab 1953, viele Gäste auf den Berg. Als der Betrieb dann doch einschlief, lies er sich erst wiederbeleben, als Katar das Ressort mit frischem Geld ergänzte und aufpolierte. Wir schauen uns den neuen Glanz und die Spuren früherer Hoteliers auch von innen an, bevor wir den Bürgenstock verlassen und nach Vitznau übersetzen, wo wir im historischen Hotel «Terrasse am See» stilgerecht nächtigen.
Mit der Rigibahn ging 1871 die erste Bergbahn Europas in Betrieb. Heute befördert sie Touristen aus aller Welt auf die Königin der Berge. Das neue Thermalbad von Mario Botta zieht die Massen an. Auch wir nutzen die Bahn für den Aufstieg, wandern dann aber auf einem stillgelegten Eisenbahntrassee abseits der Touristenströme und besichtigen wegweisende Ferien-Chalets namhafter Architekten, die ihre Werke geschickt in die Umgebung eingebettet haben. Für uns öffnen sich die Türen dieser charmanten Schmuckstückchen der Architektur.

Datum: Samstag und Sonntag, 27. und 28. Oktober 2018
Dauer: Zwei Tage
Treffpunkt: Samstag, 8:57 Uhr, S4, ab Luzern, Gleis 14
Ende: Sonntag, 16:00 Uhr, Rigi Kaltbad (wer will, kann den Tag im Thermalbad ausklingen lassen)
Preis: Fr. 660.– (Fr. 790.– ohne Abo)

Im Preis inbegriffen: Zweitägige Architektur-Wanderleitung, Mittagessen am Samstag, Übernachtung im Doppelzimmer im Hotel Terrasse am See, Abendessen, Frühstück, Lunch am Sonntag, Hametschwandlift, Bürgenstockbahn, Schiffsreise, Tageskarte Rigibahn, Kurtaxen, Mehrwertsteuer
Zuschlag: Im Einzelzimmer: Fr. 50.–
Auf eigene Kosten: Anreise bis Obbürgen Abzw. Trogen, Rückreise ab Fuss der Rigi, Getränke in Restaurants, Badeintritt
Anforderung: Einfache Wanderungen, 1 bis 3 Stunden pro Tag. Die Tour findet bei jedem Wetter statt, je nach Bedingungen passen wir aber das Programm an.
Teilnehmer: Mindestens 10, höchstens 18
Wanderleitung: Andreas Madianos, Raumplaner und Denkmalpfleger, und Miguel Garcia, Historiker
Anmeldeschluss: 27. September 2018




In Vorbereitung (Anmeldung noch nicht möglich)

Davos und der neue Architekturführer
Datum: Sonntag und Montag, 26. und 27. August 2018
Dauer: Zwei Tage
Friedens- und Architekturapostel am Churfirsten

Dauer: Ein Tag
Datum: Samstag, 15. September 2018


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