Acht Jahre lang unterwegs und noch immer nicht ganz angekommen: das Amt für Umwelt und Energie an der Spiegelgasse in Basel.
Acht Jahre lang unterwegs und noch immer nicht ganz angekommen: das Amt für Umwelt und Energie an der Spiegelgasse in Basel.

Überragend oder überholt?

Der Neubau des Amts für Umwelt und Energie (AUE) holt Solarfassaden in die Basler Altstadt. Ist das Gebäude von Jessenvollenweider ein Vorbild? Oder steht es für veralteten Technizismus? Pro und Contra.

Text: Axel Simon / Palle Petersen
Fotos: Daisuke Hirabashi
23.11.2021 08:48

Axel Simon: Pro

Neubau Amt für Umwelt und Energie (AUE) in Basel
Vor acht Jahren gewann Jessenvollenweider Architektur den Wettbewerb des Kantons Basel-Stadt. Politische Querelen, aber auch die Suche nach einer technisch und ästhetisch überzeugenden Lösung für die Fassade verzögerten die Umsetzung des Projekts. Das Gebäude ersetzt zwei Bauten von 1929 und 1960 an zentraler Lage zwischen Basler Marktplatz und Schifflände. Minergie-A-zertifiziert, produziert es mehr Strom, als es verbraucht. Die Erscheinung des Holzhybrid-Tragwerks prägt die Innenräume mit 74 kantonalen Arbeitsplätzen und interner Cafeteria. Der Neubau wurde Ende Oktober bezogen. Im März wird sich ihm eine Ausgabe von ‹Solaris›, der Hochparterre-Heftreihe für Solararchitektur, widmen. Dazu wird Ende Februar eine Veranstaltung im neuen Gebäude stattfinden.

Axel Simon gibt als Architekturredaktor auch ‹Solaris› heraus, die Hochparterre-Heftreihe für Solararchitektur. Und nein, er wählt nicht grünliberal.

Palle Petersen ist ebenfalls Architekturredaktor und beackert die Nachhaltigkeitsdebatte gerne aus verschiedenen Blickwinkeln. Und ja, er mag Solarstrom auch.