Rhythmen verweben: Im Basler Hinterhof überlagern sich die alte Fachwerkfassade und die neue Raumstruktur.
Rhythmen verweben: Im Basler Hinterhof überlagern sich die alte Fachwerkfassade und die neue Raumstruktur.

Selbstumbau im Hinterhof

Das Büro Alma Maki hat in einen Hinterhof des Basler Wettsteinquartiers ein Atelierhaus gebaut. Den Holzbau und die Schreinerarbeiten erledigten Architektinnen selbst.

Text: Palle Petersen
Fotos: Alma Maki
05.05.2021 14:00

Ein ausgerollter Backsteinteppich führt in den Hinterhof im Basler Wettsteinquartier. Gerahmt von Beeten und mit Backsteinsplit gefüllten Rasengittersteinen wird er zum Podest mit Sitzbank und Kräutergarten, das die Schwelle zum Atelierhaus überwindet. Die grau-hölzerne Fassade ist eigenwillig, denn das Büro Alma Maki liess das Fachwerk und die Erdgeschossdecke eines alten Schuppens stehen und entwarf das Haus hinein und rundherhum. Das neue Kleid verwebt den alten Rhythmus der Ständer und Balkenköpfe mit der neuen, dreigeteilten Logik des Inneren.

Ateliers im Hinterhof, 2020
Oetlingerstrasse 171, Basel
Bauherrschaft: privat
Architektur, Bauleitung, Schreiner, Zimmermann: Alma Maki, Basel (Projektleitung: Thomas Schmitz)
Auftragsart: Direktauftrag, 2018
Bauingenieur: Jürg Merz, Maisprach
Landschaftsarchitektur: Avantgarten, Basel
Baukosten (BKP 2): Fr. 400 000.—
Bruttogeschossfläche: 159 m²