Es geht um eine Gesamtleistungsstudie in Bern: Ein Kommentar im Hochparterre Wettbewerbe sieht deswegen die Wettbewerbskultur wanken. Berns Stadtbaumeister widerspricht.
Neue Form des Gesamtleistungswettbewerbs?
Es geht um eine Gesamtleistungsstudie in Bern: Ein Kommentar im Hochparterre Wettbewerbe sieht deswegen die Wettbewerbskultur wanken. Berns Stadtbaumeister widerspricht.
Fotos: Stadt Bern
Die Stadt Bern will den Kindergarten Schlossmatt erweitern und probierte dabei «neue Wege bezüglich der Nachhaltigkeit bei Auswahlverfahren» aus. «Wichtige Eckpfeiler unserer Wettbewerbskultur geraten dabei ins wanken», schrieb Volker Bienert im Hochparterre Wettbewerbe 2/2024 über diese Gesamtleistungstudie. Nun verteidigt Berns Stadtbaumeister Thomas Pfluger das Verfahren.
Experiment im nachhaltigen Bauen Replik von Thomas Pfluger, Stadtbaumeister Bern
Für Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie normalerweise ihren Arzt oder Apotheker. Beim Kommentar (siehe unten) von Volker Bienert gab es jedoch keinen Beipackzettel. Der Autor schreibt, dass es sich ihm auch nach mehrmaliger Lektüre des Wettbewerbsprogramms und Juryberichtes nicht erschliesse, weshalb die Stadt Bern bei den Kindergärten Schlossmatt das Verfahren der Gesamtleistungsstudie gewählt habe. Anstatt jedoch nachzufragen, zieht er seine eigenen Schlüsse, welche jedoch diametral von unseren effektiven Zielen abweichen. Dass in der Stadt Bern eine politische Agenda oder Absicht bestehe, künftig vermehrt auf Gesamtleistungsverfahren zu setzen, ist frei erfunden. Im Gegenteil: Die Stadt Bern ist sich sehr wohl bewusst, dass Gesamtleistungsmodelle schlecht zu ihr passen. Gesamtleistungsverfahren können allenfalls für einfache, standardisierte Bauaufgaben und für Bauherrschaften mit wenig Erfahrung und Ressourcen in der Bauherrenrolle durchaus hilfreich sein. Beides trifft aber auf die Stadt Bern kaum zu. Unsere Projekte weisen schnell eine mittlere Komplexität auf und uns steht mit einem eingespielten Team von Projektleitenden ein gutes Mass an Bauherrenerfahrung zur Verfügung. Erst dies eröffnet uns beim klassischen Modell mit Projektwettbewerb und getrennter Beauftragung von Planungs- und Werkleistungen die Möglichkeit, noch lange Bedarfsanpassungen in die Projektierung einfliessen zu ...
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