«Mittlerer Letten»

Ein Schulschwimmbad zieht ins ehemalige denkmalgeschützte Kesselhaus am Letten in Zürich. Pool Architekten entscheiden den Wettbewerb mit einer sensiblen, funktionalen und atmosphärischen Lösung für sich.

Ein Schulschwimmbad zieht ins ehemalige denkmalgeschützte Kesselhaus am Letten in Zürich. Pool Architekten entscheiden den Wettbewerb mit einer sensiblen, funktionalen und atmosphärischen Lösung für sich.

Mitten in Zürich an der Limmat, dort, wo Mutige von Mäuerchen und Brücken ins Wasser springen, sollen künftig Primarschulkinder aus dem Quartier schwimmen lernen. Mit dem Einbau eines Schulschwimmbads ins ehemalige Kesselhaus findet die Halle eine neue Nutzung. Die Liegenschaft gehört zum Wasserwerk Letten und ist ein Schutzobjekt von kommunaler Bedeutung. Sie stand lange leer und wird nun instand gesetzt. Der umliegende Aussenraum hat als Freizeitort stadtweite Bedeutung. Auf den ersten Blick erscheint die Aufgabe «überschaubar», wie es der Jurybericht schreibt. Die Herausforderung bestand darin, «inwieweit der Charme der heutigen Altbausubstanz auch in Zukunft erhalten und für die Schulschwimmanlage genutzt werden kann» – und dies nicht nur aussen, sondern auch innen. Die Anforderung, reversibel zu bauen, hat denkmalpflegerische Gründe. Im Wettbewerbsprogramm wurde deshalb eine Haus-in-Haus-Lösung als Empfehlung ausformuliert. Mit dem Erkenntnisgewinn durch den Wettbewerb schreibt die Jury, «dass das Wettbewerbsprogramm allenfalls etwas zu stark auf diese Strategie setzte». Denn die Projekte zeigen einen differenzierten Umgang mit den unterschiedlichen ­Gebäudeteilen. Zudem liess der Begriff «reversibel» manche zwischenzeitlich vermuten, das Schwimmbad könnte ein Provisorium sein – dem ist nicht so. Auch wenn Umnutzungen und Bauen im Bestand in der Gesellschaft angekommen sind, bleiben die Begrifflich­keiten erklärungsbedürftig. ###Media_2### ###Media_3### Raumprägende Träger Das Siegerprojekt «Wasserratte» von pool Architekten überzeugt mit einer adaptierten Interpretation des Haus-in-Haus-Prinzips und seiner guten Raumorganisation. Raumprägend sichtbar bleiben die historischen Stahl-Fachwerkträger in der Schwimmhalle bestehen. Mit einem Schutzanstrich wird die Korrosion der Träger verhindert; wo statisch erforderlich, werden sie mit einem ...

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