Hoch hinaus im ‹wilden Osten›

Basel bekommt ein neues Hochhaus – am Stadtrand, zwischen Busgarage, Kleingärten und Industrie. Die Aufgabe war komplex, das Verfahren selektiv. Studio DIA setzt sich mit einer starken Idee durch.

Basel bekommt ein neues Hochhaus – am Stadtrand, zwischen Busgarage, Kleingärten und Industrie. Die Aufgabe war komplex, das Verfahren selektiv. Studio DIA setzt sich mit einer starken Idee durch.

Bezahlbarer Wohnraum ist rar, auch in Basel. Der Kanton reagiert mit dem ambitionierten ‹Wohnbauprogramm 1000+› und will bis 2035 über Tausend neue Wohnungen in Eigeninvestition realisieren. Rund zehn Prozent davon sollen gleich auf dem Areal der Busgarage Rank von Itten + Brechbühl entstehen. Politisch gefordert war eine Aufstockung der Garage – doch das erwies sich als nicht zielführend, unter anderem aus Brandschutzgründen. Es soll also ein eigenständiges Hochhaus sein. Und der Ort ist anspruchsvoll: Teil des zukünftigen Stadtraums Ost, auf einer knappen dreieckigen Parzelle, zwischen Busgarage, Kleingärten und Gewerbe. Ein städtebaulich unbestimmtes Terrain mit offenem Entwicklungshorizont. Das Haus muss hier selbst Identität stiften – es soll als markanter Hochpunkt den Auftakt zu einem neuen Stadtgebiet geben und zugleich für mehr als 200 Menschen ein Zuhause sein. Der Wettbewerb fordert viel. Gebaut werden preisgünstige Wohnungen – ohne Subventionen, aber mit klarer Renditeerwartung. Möglich wird das durch strikt ­regulierte Wohnflächen, effiziente Grundrisse und kompakte Erschliessungsflächen. Zugleich verlangt die Aufgabe hohe Wohnqualität, einen vielfältigen Wohnungsmix und Flexibilität für unterschiedliche Lebensphasen. Begegnung soll dort entstehen, wo der Aussenraum fehlt – durch gemeinschaftliche Räume, kommunikative Erschliessungen und neue Wohnformen. Eine «vertikale Nachbarschaft» statt eines anonymen Wohnturms. Und all das in einem stadträumlich heterogenen Kontext. Gesucht war ein Projekt, das kraftvoll genug ist, den Ort zu prägen, und zugleich sensibel genug, eine innere Wohnwelt zu schaffen. Die zentrale Herausforderung für alle Teilnehmenden.  Verschiedene Strategien  Unter den Rängen lassen sich zwei Ansätze erkennen. Der erste Ansatz, vertreten durch Burkard Meyer und Scheibler & Villard (3. Rang) und...

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