Einfach und vorbildlich

In Pratteln zeigt die Gewona Nord-West, wie der einfache Wettbewerb funktioniert: ein offenes Verfahren, viele Eingaben, ein junges Team mit einem stimmigen Projekt – ein Verfahren, das nach Wiederholung ruft.

Fotos: OAEU und Conrad Kersting (Modellfoto)

In Pratteln zeigt die Gewona Nord-West, wie der einfache Wettbewerb funktioniert: ein offenes Verfahren, viele Eingaben, ein junges Team mit einem stimmigen Projekt – ein Verfahren, das nach Wiederholung ruft.

Das Wettbewerbslabor forderte ihn schon 2023: den einfachen Wettbewerb. Die Gewona Nord-West zeigt mit diesem Verfahren, dass es sich auch für kleine Aufgaben lohnt, einen einfachen, offenen Wettbewerb auszuloben. Die vielfältigen Lösungen, das anonyme, faire Verfahren und die ausgewogenen Honorarbedingungen zeigen: Der einfache Wettbewerb ist machbar – und ein Gewinn für alle. Auf einer langen Parzelle, nahe dem Waldrand zum Wartenberg in Pratteln, mit einem schlichten Bestandsbau und einem verwunschenen Garten, suchte die Genossenschaft nach Lösungen für gemeinschaftliches Wohnen in der zweiten Lebenshälfte. Das «Stöckliwohnen» richtet sich an ältere Menschen – mit dem Ziel, Einfamilienhäuser früher für jüngere Familien freizuspielen. Ein vielversprechender Kreislauf für das Quartier. Wichtig war ein altersgerechtes Angebot, das Senior*innen den Schritt aus ihren Häusern ermöglicht. Es galt auszutarieren, wie viel Gemeinschaft für dieses Konzept an diesem Ort angemessen oder notwendig ist. Klar war: Eine aktive Begegnung unter den Bewohnenden sollte möglich sein – mit dem schönen Gedanken: «Man hilft sich gegenseitig, man kümmert sich umeinander.» ###Media_2### ###Media_3###Reduzierter Aufwand auf beiden Seiten Die Genossenschaft legte ein einfaches Programm fest. Der Wohnungsmix der 10 bis 12 Wohnungen war den Teams freigestellt. Als Orientierung diente eine «Grundausstattung», die Zimmer, Nutzungsbereiche und entsprechende Ausstattungen definierte. Die Planabgabe war auf maximal zwei DIN-A1-Pläne beschränkt, der Umfang war angemessen. Gefordert war zudem nur ein Bild, das als Idiogramm oder Konzeptskizze sinnbildlich die Wohnidee und/oder die Verbindung zwischen Garten und Haus zeigt. Die Jury war etwas ernüchtert: Der Grossteil der Teams griff dennoch auf klassische Visualisierungen oder Modellbilder zurück statt auf konzeptionelle Darstellunge...

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