Das Siegerprojekt an der Zeughausstrasse in Winterthur Fotos: Ernst Niklaus Fausch Architekten

Zeughausareal Winterthur: «durchmischte Bewohnerschaft»

Ernst Niklaus Fausch Architekten gewinnen den Wettbewerb für die Wohnüberbauung auf dem Zeughausareal in Winterthur. Bertram Ernst beantwortet unsere drei Fragen.



Was ist die Erfindung am Siegerprojekt?
Bertram Ernst: Auf der städtebaulichen Ebene sehen wir das Zusammenfügen der bestehenden Zeughäuser, die im Rahmen eines anderen Verfahrens einer neuen gewerblichen Nutzung zugeführt werden, mit der neuen Bebauung zu einer markanten Adresse in Winterthur als wesentlichen Beitrag des Projektes zur städtebaulichen Entwicklung. Auf der Ebene des der einzelnen Wohnbauten ergeben sich durch die differenzierte Volumetrie rund 30 bis 40 unterschiedliche Wohnungstypen. Dies haben wir zu Gunsten einer möglichst durchmischten Bewohnerschaft entwickelt. Auf der Ebene der Energieeffizienz soll das Projekt dem Standard Minergie A entsprechen, was eine CO2-neutrale Wärmeversorgung ermöglichen wird.

Wie verhält sich das Projekt zur Umgebung?
Die Längsausrichtung der bestehenden Zeughäuser mit einem gemeinsamen Aussenraum im Zentrum wird weitergeführt. Durch die Staffelung der Baukörper wird ein selbstverständlicher Übergang zu den umgebenden gartenstadtähnlichen Quartieren geschaffen. Die Erschliessung der Überbauung erfolgt über einen Platz am Übergang von bestehenden Zeughäusern und neuer Bebauung. So werden die beiden Bereiche des Zeughausareals zu einer in der Stadtstruktur ablesbaren Einheit.

Wo lagen die grössten Schwierigkeiten im Wettbewerb?
Wie so häufig waren die grössten Herausforderungen im Wettbewerb die unterschiedlichsten Ansprüche von Ökonomie, Ökologie, Städtebau und Nutzung zu einer in sich stimmigen Einheit zu formen, bei der sich auch noch in der Struktur der einzelnen Wohnung die städtebaulichen Überlegungen ablesen und begreifen lassen.

Überbauung Zeughausareal, Winterthur

Projektwettbewerb im selektiven Verfahren mit fünf Teams (Investor, Architekt und Landschaftsarchitekt) für die Stadt Winterhur und Armasuisse Immobilien

1. Rang: Ernst Niklaus Fausch Architekten, Zürich, mit Specogna Immobilien, Kloten, und  Lorenz Eugster, Landschaftsarchitektur und Städtebau, Zürich

Weitere Teilnehmer:

– Metron Architektur, Brugg, mit Swisscanto Asset Management, Zürich, und Immobilienberatung, Winterthur

– Leutwyler Partner Architekten, Zürich, mit Lerch Immobilien, Baar, und National Suisse, Basel

– OOS, Zürich, und Bednar Albisetti Architekten, Winterthur, mit Siska Heuberger Holding, Winterthur

– Stücheli Architekten, Zürich, mit Priora Development, Zürich, und Migros Pensionskasse, Zürich

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