Mörschwil erhält ein neues Pflegezentrum Fotos: Gähler Architekten

Wohn- und Pflegezentrum in Mörschwil: «dem Ort gerecht werden»

Gähler Architekten gewinnen den Projektwettbewerb für ein Wohn- und Pflegezentrum in Mörschwil. Diego Gähler wählt für Hochparterre zwei Bilder und zwei Pläne aus und beantwortet unsere drei Fragen.


Was ist die Erfindung am Siegerprojekt?
Diego Gähler: Das sichtbar Spezielle, nach Abschluss des Entwurfsprozesses, war die gleichrangige Fügung der unterschiedlichen architektonischen und programmatischen Faktoren zu einem Ganzen. In diesem Sinne gibt es keine eigentliche Erfindung. Nebst den betrieblichen und funktionalen Aspekten ist die ortsbaulich kompositorische Ausformulierung des Baukörpers und der direkte aussenräumliche Bezug zum Dorfkern von Mörschwil das Merkmal dieses Projektes.

Wie verhält sich das Projekt zur Umgebung?
Die Siedlungsstruktur des Dorfes Mörschwil hat sich sternenförmig aus dem Zentrum heraus entwickelt. Das Pflegezentrum kommt an eine dieser Ausfallachsen in unmittelbarer Umgebung eines kleinteiligen, für Mörschwil typisches Einfamilienhausquartier, zu liegen. Unser Projekt berücksichtigt die topografischen Begebenheiten sowie die Kleinmassstäblichkeit mittels einer ortsspezifischen, skulpturalen Gliederung des raumgreifenden Baukörpers.

Wo lagen die grössten Schwierigkeiten im Wettbewerb?
Die Schwierigkeit bestand einerseits wohl darin, die unterschiedlichen Nutzungen wie Pflegeheim, Alterswohnungen, Kindertagesstätte und Arztpraxis sinnstiftend und adressbildend anzuordnen und andrerseits dem Ort gerecht zu werden. Die Lage des Pflegezentrums etwas ausserhalb des eigentlichen Dorfkerns hat dies erschwert.

Neubau Wohn- und Pflegezentrum, Mörschwil

Projektwettbewerb im selektiven Verfahren mit 18 Teilnehmern für die Gemeinde Mörschwil
– 1. Rang: Gähler Architekten, St. Gallen
– 2. Rang: giuliani.hönger, Zürich
– 3. Rang: Armin Benz Martin Engeler, St. Gallen
– 4. Rang: Stutz + Bolt + Partner Architekten, Winterthur
– 5. Rang: Bollhalder | Eberle Architektur, St. Gallen
– 6. Rang: roosarchitekten, Rapperswil

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