Den Wettbewerb für die Schule Sandgruben gewannen Stücheli Architekten: Visualisierung des Hofs. Fotos: zVg, Stücheli Architekten, Zürich

Wettbewerbsflut in Basel

Die Stadt Basel veranstaltet dieses Jahr einen Schulhauswettbewerb am anderen. Zwei sind bereits entschieden. Wer nicht gewonnen hat, kann es bis Ende Jahr an sechs weiteren, offenen Verfahren versuchen.

Mit der Schulharmonisierung müssen in der Stadt Basel 60 Schulstandorte angepasst werden. Das bedeutet viel Arbeit für Architekten. Bei acht Schulen sind Neubauten oder Erweiterungen geplant, für die die Stadt einen Wettbewerb durchführt. Zwei Verfahren sind bereits entschieden. Enzmann Fischer Architekten gewannen letztes Jahr den Wettbewerb für die Gesamtsanierung der Schule Bäumlihof. Das selektive Verfahren für den Neubau der Sekundarschulanlage Sandgruben wurde Ende Juni entschieden. Das Siegerprojekt stammt von Stücheli Architekten. Die Arbeiten sind bis 20. Juli im Lichthof des Bau- und Verkehrsdepartements ausgestellt.

Wer nicht in die Ränge oder in die Auswahl kam, sollte nicht verzagen. Denn schon stehen die nächsten Wettbewerbe an – alle im offenen Verfahren. Nächste Woche wird der Wettbewerb für den Neubau der Primarschule Erlenmatt ausgeschrieben. Gesucht wird ein Entwurf für zwölf Klassen, einen Kindergarten und eine Dreifach-Turnhalle. Kurz darauf erfolgt der Startschuss des Wettbewerbs für die Primarschule Schoren. Neben der Schule umfasst dieser auch einen Ideenteil für eine genossenschaftliche Siedlung mit rund 80 Wohnungen.

Danach können die Architekturbüros kurz durchatmen, bevor im Herbst weitere Ausschreibungen anstehen. Für die Anlage Wasgenring soll ein Dreifachsporthalle und weitere Gebäude neu gebaut werden. Ebenso plant die Stadt, das Christoph Merian-Gellert-Schulhaus sowie das Ensemble der Schule Bläsi zu erweitern. Und auch für das Voltaschulhaus von Miller Maranta Architekten ist ein Wettbewerb vorgesehen. Es soll um einen Neubau ergänzt werden. Wettbewerbstüchtige Architekturbüros, die sich für den Schulhausbau interessieren, haben dieses Jahr in Basel also alle Hände voll zu tun. Wer sich beim einen Wettbewerb verkalkuliert, schlägt beim nächsten zu.

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