Das Siegerprojekt Fotos: Dorji Sigrist

Werkstätten im Obergeschoss: Dorji Sigrist gewinnen in Wohlen

Dorji Sigrist Architekten gewinnen den Projektwettbewerb für das neue Integra-Hauptgebäude in Wohlen. Tashi Dorji und Marc Sigrist beantworten unsere drei Fragen.



Was ist die Erfindung am Siegerprojekt?
Tashi Dorji und Marc Sigrist: Die Hauptidee unseres Entwurfs liegt in der Findung eines Baus, der lange Fassadenabwicklungen erzeugt, die wir für die Belichtung der Arbeitsräume benötigten. Zudem haben wir alle Haupträume mit direktem Bezug zum Aussenraum entworfen. Eine räumliche Erlebnisdichte im Zentrum der Anlage dient den Benutzern als Orientierung und steigert die architektonische Qualität.

Wie verhält sich das Projekt zur Umgebung?
Das Grundstück wird durch eine Industrie-, Wohn- sowie eine Bauzone für die Öffentlichkeit begrenzt. Mit dem dreibeinigen Gebilde als «Landmark» an einer Strassenkreuzung entstehen drei differenzierte Aussenbereiche mit unterschiedlichen Nutzungen. An der Ecke Allmendstrasse/Schützenmattweg befindet sich der Zugangsplatz mit dem Haupteingang, am Schützenmattweg die Parkplätze und am Rigacker der Warenumschlagsplatz. Durch diese Massnahme entstehen fliessende Aussenräume und das neue Gebäude verzahnt sich mit der näheren Umgebung.

Wo lagen die grössten Schwierigkeiten im Wettbewerb?
Das relativ offene Raumprogramm und ein anspruchvolles Betriebsonzept für die Produktions- und Montagewerkstätten mit Ausbildungsbereich waren für uns eine grosse Herausforderung. Dadurch entstanden vor allem in betrieblicher Hinsicht unterschiedliche Lösungsansätze im Wettbewerb. Für unseren Entwurf war der Entscheid, die Werkstätten im Obergeschoss zu platzieren, eine Befreiung. So konnten wir alle wesentlichen Nutzungen, die in Bodennähe respektive öffentlich zugänglich sein sollten, im Erdgeschoss planen. In einem Unternehmen wie der Integra, einer Stiftung für Menschen mit Behinderung, ist die architektonisch verhältnismässige Ausformulierung von zentraler Bedeutung.

Neues Integra-Hauptgebäude

Projektwettbewerb im offenen Verfahren mit 60 Teilnehmern für die Integra, Stiftung für Behinderte im Freiamt, Wohlen (AG)

1. Rang: Dorji Sigrist Architekten, Luzern

2. Rang: Vetter Schmid Architekten und Beat Jaeggli Architekt, Zürich

3. Rang: Birchmeier Uhlmann Architekten, Zürich

4. Rang: giuliani.hönger, Zürich

5. Rang: muellermueller. Architekten, Basel

6. Rang: Ramser Schmid Architekten, Zürich

7. Rang: Althammer Hochuli Architekten, Zürich

8. Rang: Azzola Durisch Architekten, Zürich

9. Rang: Peter F. Oswald und Wydler + Wydler Architekten, Bremgarten

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