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Weiterer Baustein für die Manegg

Der Wettbewerb für die Überbauung «Manegg Mitte» ist entschieden: Mit einem routinierten Entwurf entscheiden neff neumann Architekten das Rennen für sich.

Die Manegg im Süden Zürichs ist eines der letzten grossen Entwicklungsgebiete der Stadt. Die etwas gross geratenen Wohnriegel des «Sihlbogens» stehen bereits, die Realisierung der «Greencity» – gemäss Eigenwerbung der «nachhaltigste Standort der Stadt Zürich» – schreitet voran. Nun ist auch der Wettbewerb für «Manegg Mitte» entschieden, einem Gebiet zwischen Allmendstrasse und Sihl, das nördlich an das von Meier Hug geplante Avaloq-Areal anschliesst.

«Manegg Mitte» habe das Potenzial, sich aufgrund seiner hohen architektonischen Qualität und den attraktiven Aussenräumen zu einem beliebten Wohn- und Arbeitsort im Süden der Stadt Zürich zu entwickeln, schreibt die Projektentwicklerin Steiner AG. Die Resultate des Studienauftrags konnten diese Erwartungen aber erst einmal nicht erfüllen: Die Jury unter dem Vorsitz von Peter Ess kam zum Schluss, dass keines der Projekte die Aufgabe befriedigend zu lösen vermochte. Sie entschied daher, den Studienauftrag nicht abzuschliessen, sondern drei der Architekturteams mit einer Überarbeitung zu beauftragen. Die zweite Runde brachte dann das erhoffte «Resultat mit hoher architektonischer Qualität» hervor: Gewonnen haben neff neumann Architekten mit Schmid Landschaftsarchitektur aus Zürich.
Das Projekt umfasst rund hundert Genossenschaftswohnungen und Gewerbeflächen im Erdgeschoss für die BEP, den Umbau und die Aufstockung der bestehenden Genossenschaftsdruckerei GDZ (sie soll am angestammten Ort Mieterin bleiben) und rund 150 Eigentumswohnungen, die von der Steiner AG entwickelt werden. Die Herausforderung bestand einmal mehr darin, «die zulässige hohe Dichte umzusetzen» (das Areal erlaubt eine Bebauung mit rund 38'000 m2 Bruttogeschossfläche und eine Gebäudehöhe bis 25 m). Dem Planerteam von neff neumann gelang es nach Ansicht der Jury am besten, die «komplexen Aufgaben aus dem Programm des Studienauftrags mit der geforderten Qualität zu lösen». So verhalten die Formulierung, so nüchtern ist auch der Entwurf: die Routine ist hier am Werk, im Guten wie im Schlechten.
Das Projekt soll nun für den ergänzenden Gestaltungsplan und die Baubewilligungsphase weiterentwickelt werden. Der Bezug der ersten Wohnungen ist für 2021 geplant.

Manegg Mitte, Zürich Wollishofen
Zweistufiger Studienauftrag für die Baugenossenschaft BEP und die Steiner AG
Fachjury: Peter Ess, Julia Sulzer (Stufe 1), Anita Emele (Überarbeitung), Hansjörg Gadient, Matthias Sauerbruch
– 1. Rang: neff neumann Architekten Zürich mit Schmid Landschaftsarchitekten Zürich
Weitere Teilnehmer:
– Burckhardt+Partner Zürich mit Hager Partner, Zürich
– Darlington Meier Architekten Zürich mit Rotzler Krebs Partner, Winterthur
– Delugan Meissl Associated Architects Wien mit Agence Ter .de Karlsruhe
– Dietrich Schwarz Architekten Zürich mit extrā Landschaftsarchitekten Bern
– Eike Becker_Architekten Berlin mit Enea Rapperswil-Jona
– Hauenstein La Roche Schedler Zürich mit asp Landschaftsarchitekten Zürich
– wild bär heule Architekten Zürich mit vetschpartner Landschaftsarchitekten Zürich


Ausstellung:
- Donnerstag, 31. März 2016, 16.00 – 18.30 Uhr
– Freitag, 1. April 2016 , 16.00 – 19.00 Uhr
– Samstag, 2. April 2016, 11.00 – 16.00 Uhr
Gebäude GDZ, Raum 114, 1. Obergeschoss, Spindelstrasse 2, 8041 Zürich

Am Donnerstag, 31. März 2016 wird Herr Peter Ess, der Vorsitzende des Beurteilungsgremiums, um 16.30 Uhr durch die Projekte führen und den Entscheid des Gremiums erläutern.  

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