Erdgeschoss mit Umgebung Fotos: Büro B

Von 0 bis 15 Jahren

Die Stadt Bern legt zwei Tagesstätten zusammen. Auf enger Parzelle mussten die Architekten im Wettbewerb zeigen, wie das gehen soll. Das Büro B gewinnt den Projektwettbewerb für Generalplanerteams.

Abbrechen und erhalten? Was mit dem bestehende Gebäude am Oberen Aareggweg in Bern geschehen soll, liess die Stadt Bern die Architekten entscheiden – genauer die sieben Generalplanerteams, die zum Projektwettbewerb selektioniert waren. Der Schulpavillon erbaute 1952 der Architekt Walter Jaberg. 1958 wurde er mit einem südwestlichen Anbau für eine Kinderkrippe ergänzt. Das Haus sei heute sanierungsbedürftig und zu klein für die geplante Nutzung, schreiben die Stadtbauten Bern in einer Medienmitteilung. Heute teilen sich das Areal eine Kindertagesstätte und ein Kindergarten. Der Kindergarten zieht nächstes Jahr in die Schule Rossfeld um. Neu sollen hier drei Kindertagesstätten (KITA, 0–7 Jahre) und zwei Tagesstätten für Kinder und Jugendliche (TAGI, 7–15 Jahre) entstehen mit je zwei eigenen Aussenräumen. Visualisierung waren im Wettbewerb ausdrücklich nicht erwünscht.
Da die Parzelle klein und die Nutzung dicht ist, erstaunt nicht, dass alle sieben Teams einen Neubau vorschlagen. Zwei Projekte diskutierte die Jury intensiv in der letzte Runde. Da keines der beiden Projekte insgesamt überzeugte, entschied das Preisgericht, beide Projekte anonym überarbeiten zu lassen. Das Team um das Büro B gewinnt mit einem zweigeschossigen Bau, der sich aus zwei ineinander verschränkten Volumen bildet. Zusammenfassend lobt die Jury die einfache und geschickte Antwort auf die komplexe Aufgabe wegen der Parzellengrösse und -form. Das Projekt besteche durch sein klares Konzept und den hohen Qualitäten der Aussen- und Innenräume. Die stringente Umsetzung erzeuge auch betrieblich hohe Qualitäten mit gut bespielbaren Innenräumen.

Tagesstätte für Kinder und Jugendliche Oberer Aareggweg 51/51a, Bern

Projektwettbewerb für Generalplanerteams im selektiven Verfahren mit sieben Teilnehmern für die Stadt Bern

1. Rang (Projekt überarbeitet)

Büro B Architekten und Planer, Bern; Mitarbeit: Christopher Berger, Corina Schneider, Nina Richner; David Bosshard Landschaftsarchitekten, Bern; Zeltner Ingenieure, Belp; Gebäudetechnik: Grünig & Partner, Liebefeld; Elektroplanung: R + B Engineering, Brugg; Bauphysik: Gartenmann Engineering; Klarbild Visuals, Bern

2. Rang (Projekt überarbeitet)

Fiechter & Salzmann Architekten, Zürich

3. Rang

bauzeit architekten, Biel

2. Rundgang

– Lanzrein + Partner Architekten, Thun

– 3B Architekten, Bern

1. Rundgang

– Architekturbüro Lotti Arnet, Solothurn

– ds.architekten, Basel/Bern

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