Visualisierung

Verteidigung des Stadtraums

Luigi Snozzis prämierter Entwurf für den Bahnhofplatz Brig skizziert eine städtebauliche Vision von bestechender Klarheit. Ein Kommentar zu einem mutigen Juryentscheid.

Vor zweieinhalb Jahren hatte Luigi Snozzi für einiges Aufsehen gesorgt, als er an einem Podium der ETH Zürich abschliessend erklärte, er sehe keine Hoffnung mehr für die Welt, keine Hoffnung für die Stadt und keine Hoffnung für die Architektur. Um markante Voten war der Tessiner Architekt noch selten verlegen. Allerdings blieb damals etwas unklar, was genau ihn zu dieser pessimistischen Einschätzung verleitet hatte. Wer die vorangegangene Diskussion zwischen ihm, Jacques Herzog, Roger Diener und Ernst Gisel mitgehört hatte, ahnte indes, dass die Schuldigen im Kreis der üblichen Verdächtigen zu suchen waren, namentlich bei der «Globalisierung» und beim «Generalunternehmer». Als Befürchtung stand die Marginalisierung des Architektenberufs im Raum: Sollte der Architekt bald zum blossen Dienstleister einer entfesselten Bauwirtschaft werden – oder war er das bereits geworden?Vor diesem Hintergrund ist der Wettbewerbserfolg von Luigi Snozzi und seinem Team in zweierlei Hinsicht erfreulich. Zum...
Verteidigung des Stadtraums

Luigi Snozzis prämierter Entwurf für den Bahnhofplatz Brig skizziert eine städtebauliche Vision von bestechender Klarheit. Ein Kommentar zu einem mutigen Juryentscheid.

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