Das Ende der Baukultur? Neues Schulhaus in Rothrist. Fotos: Renggli Holzbau

Totengräber des Wettbewerbs

Auf den Architekturwettbewerb verzichten, um ein Schulhaus günstiger zu bauen? Die Gemeinde Rothrist hat mit ihrem Vorgehen für Aufregung gesorgt.

«Mit dieser Strategie kommen Gemeinden günstiger zum Schulhaus», titelte die ‹Aargauer Zeitung› im November und erschreckte die Architekten. Der Artikel beschrieb, wie das Büro ‹Architektur-Support 2› ein System mit folgenden Vorteilen entwickelt habe: Die Gemeinden müssten keinen Architekturwettbewerb mehr durchführen und bekämen dazu ein halb so teures Schulhaus. Als Beispiel diente das neue Schulhaus Rothmatt II in Rothrist, das im Direktauftrag gebaut worden ist. 5,1 Millionen Franken für acht Klassenzimmer, fünf Gruppenräume, zwei Kindergärten und ein Lehrerzimmer so gross wie ein Klassenzimmer. Dazu eine WC-Anlage, ein Putzraum, ein Serverraum, ein Technikraum und das Büro der Schulleitung. Der Trick: Mit einem Architektenhonorar unter 150 000 Franken sind die Submissionsregeln für einen Direktauftrag eingehalten. Um die Architekturleistung zu sparen, habe die Gemeinde die Ausführungsplanung und die Bauleitung einem Generalunternehmer vergeben, schrieb die Zeitung. Und zwar «genau...
Totengräber des Wettbewerbs

Auf den Architekturwettbewerb verzichten, um ein Schulhaus günstiger zu bauen? Die Gemeinde Rothrist hat mit ihrem Vorgehen für Aufregung gesorgt.

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