Statt mit einem Rendering wie üblich veranschaulichten die Architekten ihren Entwurf mit einer Skizze.

Skizzen abgeben

Die Rudolf Steiner Schule und die Atelierschule Zürich planen an der Plattenstrasse in Zürich einen Ersatzneubau. Dazu veranstalteten sie einen Skizzen-Wettbewerb, der «keine eigentlichen Projekte» verlangte. Die siegreichen Peter Moor Architekten erklären, was sie vom schlanken Verfahren halten.

Die Rudolf Steiner Schule und die Atelierschule Zürich planen an der Plattenstrasse in Zürich einen Ersatzneubau und einen Umbau. Dazu veranstalteten sie einen Wettbewerb der besonderen Art. Die Schule will das Projekt unter Einbezug der Lehrpersonen im Dialogverfahren entwickeln. Sie erwartete darum keine vollumfänglichen Projekte, sondern nur Skizzen. Auf maximal drei A3 Blätter sollten die Architekten einen Lösungsansatz aufzeigen. Die Darstellung war frei, am Ende präsentierten die Büros ihre Entwürfe der Jury. Das Rennen gemacht haben Peter Moor Architekten aus Zürich. Sie platzieren neben dem bestehenden Haus ein Neubauvolumen, das sich «konsequent aus den Grenzabständen ableitet», so die Jury. Sie bezeichnet die städtebauliche Lösung als «sehr geschickt und realistisch», auch wenn das Gebäude dadurch wenig kompakt sei. Das Preisgericht ist ebenfalls überzeugt von den Unterrichtsräumen, insbesondere von den Ateliers unter dem Schrägdach, die dem Haus eine Adresse geben. Und die Jury begrüsst, dass die Architekten den denkmalgeschützten Altbau nicht aushöhlen, obschon deshalb die Raumhöhen nicht optimal sind.Die Jury ist zufrieden mit dem Resultat. Doch wie beurteilen die Architekten das aussergewöhnliche Verfahren? «Wir begrüssen das Bestreben für schlankere Verfahren grundsätzlich», sagt Peter Moor. Vor allem bei mässig komplexen Raumprogrammen bietet sich eine Vereinfachung an. «Im Zentrum steht dann die Grundidee und der Städtebau», so Moor. Allerdings spricht er auch von einer gewissen Unsicherheit. Die Bauherrschaft definierte zwar ein Raumprogramm mit Quadratmetern, wollte aber «kein eigentliches Projekt». Die Architekten arbeiteten im Massstab 1:500 statt 1:200. Die Pläne zeichneten sie aber dennoch am Computer, nicht von Hand. «Diese Genauigkeit ist nötig», so Moor. Um dem Begriff Skizzenwettbewerb dennoch gerecht zu werden, gaben sie...
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Die Rudolf Steiner Schule und die Atelierschule Zürich planen an der Plattenstrasse in Zürich einen Ersatzneubau. Dazu veranstalteten sie einen Skizzen-Wettbewerb, der «keine eigentlichen Projekte» verlangte. Die siegreichen Peter Moor Architekten erklären, was sie vom schlanken Verfahren halten.

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