Das Fotomuseum will sein Haus nach den Ideen eines ETH-Absolventen erweitern und sanieren (Ansicht des Gewinnerprojekts von Adrian Pigat)

Selektive Nachwuchsförderung

Das Winterthurer Fotomuseum kam mithilfe der ETH Zürich zu einem Neubau- und Sanierungsprojekt. Die Architektenschaft ist empört, doch nicht alle kritisieren dieses aussergewöhnliche Vorgehen.

Winterthurs Architektinnen und Architekten waren empört. Auf der Titelseite der Lokalzeitung ‹Der Landbote› verkündete das Fotomuseum letztes Jahr, es plane einen Neubau, und zwar mit Diplomierenden der ETH. Die hatten die Möglichkeit, ihre Masterarbeiten zu einem Ideenwettbewerb einzureichen. Die Direktorin Nadine Wietlisbach liess sich in der Zeitung zitieren, man habe auf eine öffentliche Ausschreibung verzichtet, weil dabei normalerweise viel weniger als die nun eingegangenen 25 Ideen eingereicht würden. Auch habe man mit jungen Architekten zusammengearbeitet, damit das Projekt finanziell im Rahmen bleibe. «Schlaue Lösungen sind uns wichtiger als Prestige», verkündete Wietlisbach. Hat die Direktorin so wenig Ahnung vom Architekturschaffen und der Wettbewerbskultur? Der ‹Landbote› habe ihr Aussagen zu verkürzt wiedergegeben, das Gedruckte sei unglücklich, sagt heute Wietlisbach. «Zusammen mit einer jüngeren Generation haben wir den Neubau entwickeln wollen.» Gesucht war ein ‹mu...
Selektive Nachwuchsförderung

Das Winterthurer Fotomuseum kam mithilfe der ETH Zürich zu einem Neubau- und Sanierungsprojekt. Die Architektenschaft ist empört, doch nicht alle kritisieren dieses aussergewöhnliche Vorgehen.

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