Die vorgehängten Betonelemente der Fassade bilden das Raster des Skelettbaus ab. Fotos: nightnurse images, Zürich (Visualisierungen)

Präzises Betonskelett

Oliv Brunner Volk Architekten gewinnen den Wettbewerb für das neue Polizeigebäude an der Obermühlestrasse in Winterthur. Sie schlagen einen Betonskelettbau vor, der in einen hohen und einen flachen Teil gegliedert ist.

Oliv Brunner Volk Architekten gewinnen den Wettbewerb für das neue Polizeigebäude an der Obermühlestrasse in Winterthur. Sie schlagen einen sechsgeschossigen Kopfbau mit einem flachen Nebentrakt vor. «Sie sind präzis zusammengefügt und bilden einen willkommenen Akzent innerhalb des eher vage definierten Umfelds der öffentlichen Bauten rund um den Teuchelweiherplatz», urteilt die Jury. Der niedrige Gebäudeteil bilde ein angemessenes Vis-à-vis zum denkmalgeschützten Ensemble der Villa Flora. Das Gebäude ist als Betonskelettbau konzipiert. Die Fassade besteht aus vorgehängten Glasfaserbetonelementen. Sie bilden das Gebäuderaster ab und binden jeweils zwei Geschosse zusammen. Die Elemente verjüngen sich leicht nach aussen. Dies lasse sie zwar schlanker erscheinen, führe aber teilweise zu komplizierten Fügungsdetails, schreibt die Jury. Im Inneren empfängt ein hoher, heller Lichthof die Besucher. Rippendecken, die die Gebäudetechnik aufnehmen, prägen die Räume. «Das konstruktive System bleibt sichtbar und führt zu einer etwas rohen, aber kontrollierten Raumstimmung, die in ihrer Direktheit und Selbstverständlichkeit angemessen wirkt», meint das Preisgericht. Insgesamt spricht die Jury von einem «kraftvollen neuen Gebäude», das den Ort städtebaulich aufwerte.

Polizeigebäude Obermühlestrasse, Winterthur

zweistufiger Projektwettbewerb mit 44 Teilnehmern (8 in der 2. Stufe) für die Stadt Winterthur.
– 1. Rang: Oliv Brunner Volk Architekten, Zürich; mit Rotzler Krebs Partner, Winterthur; tbf - marti, Schwanden; HLKS Büro 349, Zürich; IBG B. Graf Engineering, Winterthur; BWS Bauphysik, Winterthur; durable Planung & Beratung, Zürich; Bardak, Schaffhausen
– 2. Rang: Smolenicky & Partner Architektur, Zürich; ueli mueller landschaftsarchitektur, Zürich
– 3. Rang: Rohrbach Wehrli Pellegrino Architekturagentur, Winterhur; haag landschaftsarchitektur, Zürich
– 4. Rang: Schmid Schärer Architekten, Zürich; Lorenz Eugster Landschaftsarchitektur und Städtebau, Zürich
– 5. Rang: Berrel Berrel Kräutler, Zürich; Hänggibasler Landschaftsarchitektur, Bern

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