Das Haus knüpft die Strasse mit bestehenden Elementen weiter.

Ortsgerecht ersetzen

Osolin & Plüss Architekten und quade architects gewinnen den Wettbewerb für einen Ersatzneubau an der Socinstrasse in Basel. Die Sieger bauen aus der Geschichte des Ortes: Ein Betonsockel hält das Hochparterre, darüber prägt das Ziegelmauerwerk die Fassade, die Fensterrahmen sind aus Eiche.

Osolin & Plüss Architekten und quade architects gewinnen den Wettbewerb für einen Ersatzneubau an der Socinstrasse in Basel. Die Sieger bauen aus der Geschichte des Ortes. Ein Betonsockel hält das Hochparterre, darüber prägt das Ziegelmauerwerk die Fassade, die Fensterrahmen sind aus Eiche. Sockel, Dachrand, Fensterproportionen und die murale Erscheinung binden den Neubau laut Jury ins Quartier ein. Sie merkt aber an: «Die Fensterelemente mit den Lüftungsflügeln wirken überdimensioniert.» Auch überzeuge das Attikageschoss auf der Strassenseite noch nicht. Im Erdgeschoss verbindet eine grosse Halle die Strasse mit dem rückseitigen Garten. Auch die Wohnungen sind durchgesteckt: Zur Stadt liegt die Küche, zum Hof das Wohnzimmer. Die Jury lobt die Grundrisse als «sehr gut organisiert». Die Grösse der Wohnungen sei jedoch am oberen Limit. Zudem lägen die Balkone zu nahe beieinander.

Ersatzneubau Socinstrasse 9/11, Basel

Selektiver Projektwettbewerb mit zehn Teams für die Einwohnergemeinde der Stadt Basel
– 1. Rang: Osolin & Plüss Architekten / quade architects, Basel
– 2. Rang: Trinkler Stula Partner Architekten, Basel
– 3. Rang: HHF Architekten, Basel
– 4. Rang: Sabarchitekten, Basel

Kommentare

Perret 09.12.2013 12:12
Nur so in Basel möglich: Die (Luxus)Immobilien Basel-Stadt ersetzt einen grösseren Altbau durch einen kleineren Ersatzneubau. Das einzige was dabei steigt, ist der Mietpreis. Weder grössere Dichte, noch mehr Menschen wohnen nun dort. Und was am Material "grauer Kolumbabackstein" in einer putzdominierten Strasse "ortsüblich" sein soll, muss mir der Herr Herzog und die gesamte Jury mal erklären: http://goo.gl/maps/XSWNp
Herrlich 10.12.2013 14:53
Herrlich! Genau das war unser Kommentar gegenüber der Jury! Mehr Wohnungen als das Siegerprojekt, dafür kleiner in der Wohnungsfläche und grösser in der Zimmeranzahl - das haben die Zürcher Teilnehmer - getrimmt durch die Wettbewerbe der Stadt Zürich - vorgeschlagen. Leider sind diese Teams im Verfahren leer ausgegangen.
Kommentar schreiben
Ich kann das Bild nicht lesen