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Neue Wege in historischer Scheune

Text: Marcel Bächtiger / 9.01.2017 12:15

Das junge Büro Schmidlin Architekten gewinnt den Studienauftrag für die Umwandlung der Dorfschüür in Würenlingen zum Kulturzentrum. Das Projekt überzeuge mit seinem respektvollen Umgang mit der historischen Bausubstanz und einer geschickten Wegführung, schreibt die Jury. Projektleiterin Lisa Mäder beantwortet unsere drei Fragen.

1. Was ist die Erfindung am Siegerprojekt?

Oberstes Ziel beim Wettbewerbsbeitrag war ein respektvoller Umgang mit der wertvollen Bausubstanz sowie eine behutsame Ergänzung des eindrücklichen Hauses. Der Anbau sollte das Volumen der Scheune sinnvoll ergänzen. Durch die zusammenhängende Dachlandschaft schaffen wir eine neue Einheit, einzig ein Unterbruch zwischen Haupt- und Nebendach bringt Licht ins Innere.

Das Foyer erstreckt sich über die ganze Tiefe des Hauses und verbindet den Scheunenteil mit dem Anbau. Von der Strasse betritt man das ehemalige Tenn, gelangt durch die alte Bruchsteinmauer ins lichtdurchflutete Foyer auf der Gartenseite und von dort hinauf in den Festsaal. Durch diese Wegführung wird die Ausstrahlung des imposanten Altbaus erlebbar. 

Der Dachstuhl im Saal wird in Anlehnung an das baufällige Tragwerk mit einer fein dimensionierten Holzstruktur ausgeführt, deren räumliche Wirkung den Charakter des für die Gemeinde bedeutungsvollen Baus unterstreicht.

2. Wie verhält sich das Projekt zur Umgebung?

Die Lage der Dorfschüür lebt von einer zweiseitigen Orientierung, die sich bisher in einer klaren Vorder- und Rückseite äusserte. Obwohl der Hauptzugang in unserem Vorschlag auf Seite der Strasse bleibt, wird die Rückseite mit dem Anbau zu einem identitätsstiftenden Aussenraum. Das Bauernhaus von 1783 mit spätbarocken Elementen ist parallel zur Dorfstrasse angeordnet. An der verputzten Hauptfassade deuten zwei grosse rundbogige Tenntore auf den Eingang hin, die Lüftungsschlitze verweisen auf die ehemalige Nutzung als Scheune. Ein Brunnen in der bisherigen Mistgrube akzentuiert den Vorplatz unter dem weit ausladenden Vordach.

Nach Süden zum Garten bildet der Anbau mit einer filigranen Holzstruktur und schleppenden Dach den Übergang zu der unverbauten Wiese mit Obstbäumen. Der gedeckte Aufenthaltsraum im Freien vermittelt zwischen Bibliothek und Saal und dem rückwärtigen Bereich.

3. Wo lagen die grössten Schwierigkeiten im Wettbewerb?

Der Entscheid, den Saal im Dachraum zu planen, wurde während des Entwurfsprozesses immer wieder kritisch hinterfragt. Er erwies sich als richtig. Damit waren auch die Lage der Treppe, die Dimension des Foyers und die Zugänge zum Haus gegeben. Daneben bestand der Anspruch, keine Infrastruktur- oder Erschliessungsräume im Scheunenteil zu planen, sondern diese im Untergeschoss des Anbaus zu platzieren.  

Umbau Dorfschüür zu Kulturzentrum, Würenlingen

Studienauftrag mit Präqualifikation für die Ortsbürgergemeinde Würenlingen

Fachjury: Daniel  Zehnder, Christian Stahel

– 1. Rang: Schmidlin Architekten, Zürich (Nachwuchs), mit Makiol+Wiederkehr Ingenieure Holzbau Brandschutz , Beinwil am See

Projektleitung: Lisa Mäder 

Weitere Teilnehmer:

– BEM Architekten, Baden

– Diethelm Grauer Peter & Hanni, St. Gallen

– ernst niklaus fausch architekten, Aarau / Zürich

– ARGE Horisberger Wagen / Stehrenberger, Zürich 

– gautschi lenzin schenker, Aarau (Nachwuchs)

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