Die Sieger schalgen eine markante Form aus Beton vor. Fotos: loomn architektur visualisierungen

Neue Arena für Lausanne

Die beiden Bieler Büros :mlzd und Sollberger Bögli Architekten gewinnen den Wettbewerb für den Bau des neuen Fussballstadions.

Gleich drei Pritzkerpreisträger schickte Lausanne ins Rennen für den Bau des neuen Fussballstadions «La Tuilière». Doch nicht die internationalen Stars gewannen den Wettbewerb, sondern die beiden Bieler Büros :mlzd und Sollberger Bögli Architekten. Das Siegerprojekt drücke seine Funktion auf Anhieb durch seine starke Form aus und habe das Potential, um zu einem neuen Symbol für die Stadt zu werden, lobt die Jury. Die Architekten schlagen einen rechteckigen Bau vor, dessen Ecken schräg abgeschnitten sind und so vier imposante Hauptzugänge bilden. «Sie signalisieren die Eingänge klar und erlauben einen Dialog zwischen innen und aussen», schreibt die Jury. Zudem sei der Zugang zu den Tribünen einfach zu kontrollieren. Die Primärstruktur ist aus Ortbeton konstruiert, die Tribünen aus Beton-, das Dach aus Stahlelementen – beide vorfabriziert. «Dies erlaubt die Kosten zu optimieren», so die Jury. Die Fassaden sind laut der Jury geprägt von einer sehr starken Horizontalität. «Alle Seitenansichten lassen an eine grosse Arena denken, welche die Spieler und Zuschauer umfasst», so die Jury. Im Inneren sorge die stark Neigung der Tribünen für eine Kesselstimmung. Das Stadion fasst total 12'000 Plätze und soll 2019 eröffnet werden.

Fussballstadion la Tuilière, Lausanne
Selektiver Projektwettbewerb mit zehn Teams für die Stadt Lausanne
– 1. Rang: :mlzd und Sollberger Bögli Architekten, Biel; mit Dr. Lüchinger + Meyer Bauingenieure, Zürich, Ingenieurbüro Stefan Graf, Basel
– 2. Rang: Graber Pulver Architekten, Zürich
– 3. Rang: Souto Moura Arquitectos, Porto; mit Pont12 architectes, Lausanne, und Saraiva Mendes & Rosa Santos arquitectos, Lissabon
Weitere Teilnehmer:
– Cruz y Ortiz Arquitectos, Sevilla
– GD Architectes, Neuchâtel
– SANAA, Tokyo
– Sadar Vuga + HHF, Basel
– Office for Metropolitan Architecture, Rotterdam
– GMP international, Berlin, mit Jean- Baptiste Ferrari & Associés, Lausanne
– Buchner Bründler Architekten, Basel

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