Geschwungener Neubau: Blick vor dem Badmeisterraum zur Oeschwiese

Mit Schwung zum See

Die Stadt Zug hat sich die Oeschwiese gesichert, um das Strandbad zu erweitern. Im attraktiven Wettbewerb war die Vielfalt der Lösungen gross, gewonnen hat ein geschicktes Projekt.

Den letzten öffentlichen Raum am See hat die Stadt Zug gekauft. Der Acker, gleich am Stadtrand, ist ein neuralgischer Punkt im landschaftlichen Gefüge dieser mittelgrossen, aber schnell wachsenden Kantonshauptstadt. Mit ihm will die Stadt das Strandbad am Chamer Fussweg erweitern. Wichtig war neben der denkmalpflegerischen Einpassung ins Ortsbild vor allem auch die öffentliche Wegführung. Denn der Fussgängerweg der wichtigen Seepromenade sollte wie in den Zürcher Strandbädern Mythen und Tiefenbrunnen im Winter durch die Badi führen – im Sommer mit Diskretionsabstand um die Badegäste herum. Seltene Chance  Die Badi selbst, ursprünglich aus den 1950er-Jahren und zuletzt in den 1990er-Jahren komplett umgestaltet, ist in ihrer mediterranen Anmutung mit Topfbepflanzung äusserst beliebt. Ob wirklich alle Badegäste auch die künstlerische Intervention des japanischen Bildhauers Tadashi Kawamata von ‹ normalen › Holzbauten unterscheiden können, sei dahingestellt, jedenfalls sind seine Badehütten gute und dem Badevergnügen nützliche Kunst. Dass im Wettbewerb eine bestehende Ufermauer in einen flachen Badestrand umgebaut werden konnte, ist eine seltene Gelegenheit, auch die Uferlinie neu zu entwerfen. Die Stadt machte in der Auslobung vieles richtig; die Problemstellung war zwar reichlich komplex, aber nicht mit Zielkonflikten überladen und auch nicht zu fest eingegrenzt. Laut Programm durften die Teams den Standort für die Zusatzbauten frei wählen, die Bestandsbauten sollten dabei erhalten bleiben, die Nutzungen durften aber getauscht werden – übers Ganze gesehen eine attraktive Erweiterungsaufgabe, die die technischen Arbeitsbedingungen und Nachhaltigkeit verbessern sollte, zum Beispiel durch Wärmedämmung von mehr Arbeitsräumen.  ###Media_2### Im grossen Bogen Wegen des offenen Programms kamen die Teams zu verschiedenen Lösungen für die Wegfüh...
Mit Schwung zum See

Die Stadt Zug hat sich die Oeschwiese gesichert, um das Strandbad zu erweitern. Im attraktiven Wettbewerb war die Vielfalt der Lösungen gross, gewonnen hat ein geschicktes Projekt.

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