Gleichzeitig formale Etüde und abstrakte Notation der räumlichen Idee: der Erdgeschossgrundriss des erstrangierten Projekts von Notaton

Le plan parlant

Das Projekt von Notaton für das Kantonsgericht in Liestal ruft eine alte Tugend in Erinnerung: die Architekturzeichnung als eigenständiges Kunstwerk.

«Es gab eine Zeit, da galt das Lesen von Grundrissen als die höchste Form der Analyse», liest man beim immer lesenswerten Wolfgang Kemp. «Gerne gebrauchte man den Vergleich mit der Partitur, die der Eingeweihte als Musik hört und der Laie als unverstandene Zeichen sieht. Heute kann ein solches Arbeiten mit relativ abstrakten Schemata weniger überzeugen, da Kontext und Multidimensionalität das Gebot der Stunde sind ...» Was Kemp in seinem Buch ‹Architektur analysieren› als geschichtliche Entwicklung der Architektur- und Kunstgeschichte beschreibt, gilt – einige Anpassungen vorausgesetzt – auch für die Architekturproduktion selbst. «Aus dem Grundriss entsteht alles», hiess es vor gut hundert Jahren bei Le Corbusier, aber an der berühmten Devise, die sich auf eine lange Idealisierung der Planzeichnung in der französischen Architekturgeschichte stützen konnte, sind aus heutiger Sicht Zweifel angebracht. Weder der internationalen Stararchitektur mit ihren ‹signature buildings› noch der i...
Le plan parlant

Das Projekt von Notaton für das Kantonsgericht in Liestal ruft eine alte Tugend in Erinnerung: die Architekturzeichnung als eigenständiges Kunstwerk.

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