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Das historische Kornhaus Rorschach soll umgebaut werden
Das historische Kornhaus Rorschach soll umgebaut werden

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Kornhaus Rorschach: Neustart

Text: René Hornung / 12.03.2018 10:11


Das Planerwahlverfahren für den Umbau des historischen Kornhauses in Rorschach SG, direkt am Ufer des Bodensees, war bei den Architekturverbänden BSA und SIA auf harsche Kritik gestossen. Sie hatten zwar versucht, die Stadt Rorschach zu einem regelkonformen Verfahren zu bewegen, allerdings ohne Erfolg. Schliesslich rief der BSA seine Mitglieder letzten Herbst zum Boykott des Verfahrens auf, denn die Aufgabenstellung war nur rudimentär formuliert und dem Beurteilungsgremium gehörte keine Fachperson mit architektonischer Kompetenz von ausserhalb der Verwaltung und Politik an. Die Grundlagen für die Offertstellung waren so ungenau, dass eine Honorarofferte zu einem absoluten Blindflug werde, lautete die Kritik.

Beschwerde gegen Änderung im laufenden Verfahren


Aufgrund dieser Interventionen der Fachverbände passte die Stadt Rorschach das Programm zwar an, sie wollte es aber nicht neu ausschreiben. Weil aber mitten im laufenden Verfahren die Juryzusammensetzung, die Zuschlagskriterien und sogar die Aufgabe verändert wurde, haben der SIA als Verband und zwei Mitglieder des BSA als Einzelbüros in einer koordinierten Aktion dagegen Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons St.Gallen erhoben.
Das Gericht sah die Probleme auch und sprach den Beschwerden aufschiebende Wirkung zu. Erst danach suchte die Stadt Rorschach, zum ersten Mal, das direkte Gespräch mit den Verbänden. In einer Vergleichsverhandlung einigte man sich auf den Abbruch des Verfahrens und die Neuausschreibung. Einen Gerichtsentscheid abzuwarten brauche zu viel Zeit, so die Begründung der Stadt. Nicht verhandelbar seien allerdings die Grundlagen. Diese hätten mögliche Nutzer, Parteien und die Vernehmlassung in einer kooperativen Planung festgelegt. Mittlerweile ist das Planerwahlverfahren neu ausgeschrieben worden.

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