Auf dem Umschlag ist neu ein thematischer Fokus gesetzt. Fotos: Alina Günter (Cover-Illustration)

Kommentarstark – das neue Hochparterre Wettbewerbe

Die Zeitschrift Hochparterre Wettbewerbe ist in neuem Kleid – mit prominenteren Kommentaren, grosszügigerem Layout und thematischem Fokus.

Eigentlich wollten wir das Heft komplett umbauen. Das Konzept lag auf dem Tisch. Doch wir hatten zwei externe Begleitgruppen eingeladen mit Fachleuten jeden Alters und jeder Herkunft – sie wollten ihr geliebtes Heft nicht so radikal umgestaltet sehen. Das Dokumentarische und das Aktuelle sollten wir unbedingt behalten. Dank der Rückmeldungen merkten wir zwei Dinge: Erstens waren die Kommentare, für die wir viel Zeit und Hirnschmalz verwenden, im alten Layout kaum präsent. Neu sind sie viel prominenter platziert. Zweitens war früher jeder Wettbewerb gleich wichtig auf dem Umschlag und im Heft. Die ungewichtete Liste hatte ihren Reiz, sind doch alle Fachleute in der Lage, sich eine eigene Meinung zu bilden. Unsere Aufgabe ist aber auch, aus den Hunderten von Wettbewerben die relevanten Themen zu suchen und aufzubereiten, damit sie schnell gefunden werden – Leserservice nennen wir das.

Neu setzen wir auch Fokusthemen, was sich auf dem Umschlag zeigt. Diesmal geht es um den Plagiatsvorwurf in Biel. Ein Thema, das immer wieder in der Wettbewerbsszene auftaucht. Was ist zufällig, was legitim, was illegal? Und Volker Bienert hat zwei ähnliche Wettbewerbe in Chur und Zürich verglichen, der eine selektiv, der andere offen. Er zeigt: Die Verfahrenswahl hat grossen Einfluss auf das Resultat.
Architekt Thomas Fischer hat schon wieder einen Schulhauswettbewerb gewonnen. Doch sein Konzept stösst in Ziegelbrücke an Grenzen, wie Martin Klopfenstein schreibt. Und Stefan Wülser sieht im Zürcher «Stadtstück Triemli» eine genossenschaftliche Siedlung mit bürgerlichen Wohnvorstellungen.

Die Visuelle Gestalterin Juliane Wollensack hat mit viel Detailkönnen das Layout überarbeitet. Die guten alten Elemente hat sie übernommen, Neues mit viel Sorgfalt dazugefügt. Die Serifenschrift «Sectra» für Kommentare und die geometrische Groteskschrift «Euclid» für technische Angaben stammen beide von Schweizer Schriftgestaltern. Wir haben Freude, denn das Heft wirkt grosszügiger. Das lässt sich
auch mit Zahlen belegen: Weil der Satzspiegel grösser geworden ist, (also Stege und Ränder schmaler), haben wir auf den dokumentarischen Seiten, die immer noch den Kern des Hefts bilden, bis zu zehn Prozent mehr Platz für Bilder und Pläne gewonnen.

Das letzte Mal hatten wir die Abopreise des Hochparterre Wettbewerbe Ende 2015 erhöht. Neu kostet die gedruckte Ausgabe im Jahresabonnement 198 Franken (bisher: 189 Franken). Die Erhöhung findet im Rahmen einer kleinen Anpassung auf allen Abos von Hochparterre Wettbewerbe statt.

95 Prozent der Architekturbüros, die Wettbewerbe gewinnen, haben Hochparterre Wettbewerbe abonniert. 1973 erschien die «Aktuelle Wettbewerbs Scene» zum  ersten Mal. Als Hochparterre das Heft vor 17 Jahren übernahm, tauften wir es in «hochparterre.wettbewerbe» um. Die damals modische Schreibweise haben wir jetzt auf «Hochparterre Wettbewerbe» geändert. Nun ist das 232. Heft erschienen. Viel Erfolg!

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Kommentare

Alexander Gessert 03.03.2020 12:43
Ich bin Abonent ihrer Zeitschrift, bitte senden Sie mir eine Gratisnummer Kommentarstark – das neue Hochparterre Wettbewerbe. DAnke
Ivo Bösch 04.03.2020 08:46
Lieber Herr Gessert, Selbstverständlich gilt die Aktion auch für bestehende Abonnenten von Hochparterre Wettbewerbe oder für Abonnenten von Hochparterre. Sie erhalten die Probenummer in den nächsten Tagen zugeschickt. Mit den zusätzlich gedruckten Exemplaren, die wir kostenlos zur Verfügung stellen, wollen wir aber vor allem neue Abonnenten gewinnen. Denn Hochparterre Wettbewerbe lebt von und für seine Abonnenten. Wäre also schön, wenn Sie die Nummer weitergeben und vielleicht einen Abonnenten gewinnen können. Liebe Grüsse, Ivo Bösch
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