Der Ersatzneubau in Zürich-Enge schliesst die Blockrandbebauung.

Kleine Wohnungen, grosse Halle

huggenbergerfries gewinnen den «Kleinprojektwettbewerb» für den Ersatzneubau der Baugenossenschaft Zürich 2 an der Effingerstrasse in Zürich-Enge. Die Wohnungen sind eng geschnitten, die Eingangshalle ist dafür umso grosszügiger.

huggenbergerfries Architekten gewinnen den Wettbewerb für den Ersatzneubau der Baugenossenschaft Zürich 2 an der Effingerstrasse in Zürich-Enge. Die Durchführung übernahm das Amt für Hochbauten der Stadt Zürich, das einen «Kleinprojektwettbewerb» mit schlankem Verfahren vorsah. Das geladene Teilnehmerfeld sowie das Preisgericht wurden in einem kleinen Umfang gehalten und auf eine Testprojektierung verzichtet. Die Teilnehmer wurden explizit dazu aufgefordert Grundrisslösungen mit knapper Wohnfläche zu gestalten. Das Siegerteam, das sich am Richtwert von 90 Quadratmeter für eine 4-Zimmer-Wohnung orientierte, punktete mit gut zonierten Grundrissen. Die Qualität der differenzierten Eingangs-, Wohn- und Essbereiche wird die minimierten Flächen der Schlafzimmer mit 12 Quadratmetern wettmachen. Die Jury würdigte besonders den zweigeschossigen Haupteingang und die zentrale Eingangshalle. Haupt- und Hofeingang münden in der grosszügigen Halle, die Zugang zu den zwei Treppenhäusern bietet. Die Halle vermittle als räumlicher und sozialer Mittelpunkt der Siedlung, lobt die Jury. Das Bauvolumen mit 29 Wohnungen schliesst stirnseitig die Blockrandbebauung, wodurch die Prägnanz des Innenhofs gestärkt wird.

ERSATZNEUBAU WOHNHAUS EFFINGERSTRASSE, ZÜRICH-ENGE

Kleinprojektwettbewerb auf Einladung mit 5 Teilnehmern für die Baugenossenschaft Zürich 2 (BGZ 2) durchgeführt vom Amt für Hochbauten der Stadt Zürich
– 1. Rang: huggenbergerfries Architekten, Zürich; mit Gartenmann Engineering, Zürich
– 2. Rang: Peter Märkli, Märkli Architekt, Zürich
– 3. Rang: Buol & Zünd Architekten, Basel
weitere Teilnehmer:
– Maier Hess Architekten, Zürich
– Phalt Architekten, Zürich

Kommentare

Sebastian Holzhausen 19.07.2013 19:13
...und wie schon beim letzten "Kleinverfahren", über das an dieser Stelle berichtet wurde ist es verpasst worden zumindest ein offenes PQ-Verfahren durchzuführen. Grösse des Teilnehmerfeldes hätte dabei gleich bleiben können, der Juryaufwand wäre minim höher gewesen...aber die Auswahl hätte einem Mindestmass an Transparenz genügt. Lobend im Umgang mit diesem Umfang wäre hier der WB Waldmeisterweg der PWG: hier hat man es wenigstens noch geschafft Nachwuchsbüros dazu zu nehmen, anstatt nur etablierte Büros mit Bijou-Wettbewerben zu beglücken. Von der Stadt als Veranstalterin sollte man erwarten dürfen dieses Mindestmass an Transparenz auch gegenüber "privaten" Auslobern einzufordern.
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