Die Baukörper greifen in den Grünraum aus: Visualisierung der Alterssiedlung.

Jung baut für alt

Die Stiftung Alterswohnungen der Stadt Zürich (SAW) ersetzt ihre Siedlung an der Helen-Keller-Strasse in Zürich-Schwamendingen. Das junge Büro Abraha Achermann Architekten gewinnt den Wettbewerb für die 145 Kleinwohnungen.

Die Alterssiedlung und das benachbarte Pflegezentrum stammen aus dem Jahre 1974. Letzteres hat Metron 2009 instandgesetzt. Die 89 1- bis 2.5-Zimmer-Wohnungen der Alterssiedlung entsprechen nicht mehr den heutigen Bedürfnissen und sollen abgerissen werden. Die neuen Wohnungen sind zwischen 2- und 3.5 Zimmer gross. Damit will die SAW vermehrt Paare ansprechen. In der Siedlung entsteht zudem eine Kindertagesstätte. «Dieses Nebeneinander von Jung und Alt hat sich in den Augen der SAW sehr bewährt», heisst es in der Medienmitteilung.

Abraha Achermann Architekten besetzen das Areal mit vier zueinander versetzten, 7-geschossigen Punkthäusern. Das Siegerteam habe sich sensibel mit dem Thema Gartenstadt Schwamendingen auseinandergesetzt, so die Jury. «Die Gestaltung des Grünraumes, der die vier Wohnblöcke grosszügig umgibt, bietet hohe Qualitäten für ältere Menschen.» Die vor- und rückspringenden Kanten würden die Volumen «ähnlich eines Vulkangesteins modulieren». Dank der «floralen Form» ist die Mehrheit der Wohnung auf drei Seiten hin orientiert. Eine offene Raumfigur verbindet das Entrée mit Kochen, Essen und Wohnzimmer. Alterswohnungen erfordern laut dem Preisgericht eine Typologie, die trotz bescheidener Fläche eine räumliche Grosszügigkeit und Vielfalt erzeugt. «Hier erreicht das Projekt im Ansatz ein hohes Niveau», urteilt die Jury.

Alterssiedlung Helen Keller, Zürich

Projektwettbewerb im selektiven Verfahren mit zehn Teams für die Stiftung Alterswohnungen der Stadt Zürich (SAW)
– 1. Rang: Abraha Achermann Architekten, Zürich, mit Kolb Landschaftsarchitektur, Zürich; Steiner Hutmacher Bauleitung, Zürich; Amstein + Walthert, Zürich
– 2. Rang: Atélier Christian Scheidegger & Jürg Keller, Zürich, mit Lorenz Eugster, Zürich, Bonalumi Monotti Ingenieri, Locarno, Raumanzug, Zürich
– 3. Rang: Manetsch Meyer Architekten, Zürich, mit Noa Landschaftsarchitektur, Zürich
– 4. Rang: Chebbi / Thomet Architektinnen, Zürich, mit Mettler Landschaftsarchitektur, Gossau; GMS Partner, Kloten; Lemon Consult, Zürich; Pirmin Jung Ingenieure für Holzbau, Rain
– 5. Rang: Bosshard Vaquer Architekten, Zürich, mit Bakus, Zürich, Fabien Schwartz Fotografie, Oberägeri

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