Siegerprojekt Fotos: Schenker Salvi Weber Architekten

Hohe Flexibilät angestrebt

Schenker Salvi Weber Architekten gewinnen den offenen Projektwettbewerb für einen Neubau der Stiftung Aarhus in Gümligen und beantworten unsere drei Fragen.

Die Stiftung Aarhus betreut Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Körper- und Mehrfachbehinderungen. Schenker Salvi Weber Architekten gewinnen den Wettbewerb für einen Neubau der Stiftung in Gümligen. Michael Salvi beantwortet unsere drei Fragen

Was ist die Erfindung am Siegerprojekt?
Michale Salvi: Der einfache Städtebau findet in der räumlichen Typologie seine Fortsetzung ohne dabei funktionale Kompromisse einzugehen. Das Programm wird so angeordnet und gestapelt, dass vielfältige horizontale und vertikale Bezüge entstehen. Die Nutzergruppen erhalten durch Ihre Lage im Haus gemeinsame Begegnungsflächen und Impulse im Alltag. Insgesamt haben wir eine hohe Flexibilität in der räumlichen Struktur angestrebt.

Wie verhält sich das Projekt zur Umgebung?
Die dreigeschossigen Baukörper werden zueinander versetzt und bilden so klare Aussenräume für den Haupteingang und die Aufenthaltsflächen. Ein Weg führt über das eingeschossige Foyer rund um das Gebäude. Die in den Baukörper der Jugendlichen eingeschnittenen Höfe bieten Einblick in die Anlage. Die Wohngruppen der Erwachsenen mit ihren über Eck angeordneten Terrassen versprechen einen guten Ausblick in die nahe und weite Umgebung.

Wo lagen die grössten Schwierigkeiten im Wettbewerb?
Das komplexe Raumprogramm verlangte nach einer Vielzahl an erdgeschossigen Nutzungen mit Tageslichtbedarf. Über ein Wechselspiel im Umgang mit dem städtebaulichen Modell und dem Programm konnten wir dennoch eine kompakte Anlage und eine räumliche Antwort – getragen von Hofeinschnitten und verbindenden Terrassen – entwickeln.

Stiftung Aarhus, Gümligen

Projektwettbewerb im offenen Verfahren mit 13 Teilnehmern für die Stiftung Aarhus in Gümligen
1. Rang / Ankauf: Schenker Salvi Weber Architekten, Wien / Bern; Riggenbach Garten und Landschaft, Oberwangen bei Bern; Bauingenieur: Conzett Bronzini Gartmann, Chur; Haustechnik: Amstein + Walthert, Bern; Bauphysik: Gartenmann Engineering, Bern
2. Rang: Roost und Menzi Buergler, Zürich
3. Rang: Martin Bucher, Zürich
4. Rang: nuak, Zürich
5. Rang: 3HOCH4 Architekten und SAJ Architekten, Bern
6. Rang: Staub Wittwer Architekten, Zürich

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