Das Wohnhaus im Park: 1. bis 4. Obergeschoss mit Einzelzimmern, Gemeinschafts- und Pflegeräumen Fotos: Miller & Maranta

Grundrisskunde 1: Pflegeheim wohnlich machen

Formale Spielereien für ein Pflegeheim? Der Architekt Jean-Luc von Aarburg ist eines von vier Mitgliedern in der Geschäftsleitung von Miller & Maranta und erklärt die Ideen hinter dem Grundriss.

Formale Spielereien für ein Pflegeheim? Der Architekt Jean-Luc von Aarburg ist eines von vier Mitgliedern in der Geschäftsleitung von Miller 
& Maranta und erklärt die Ideen hinter dem Grundriss.Ja, wir hatten Freude am Projekt, hoffentlich sieht man es dem Grundriss an. Wir durften unser Konzept für den Studienauftrag in Riehen nach einer ersten Runde überarbeiten und haben es ziemlich weit entwickelt. Wir wollten ein Wohnhaus für alte Leute entwerfen, das in einer parkartigen Umgebung steht – das war unser Wettbewerbsthema. Der grosse Bau sollte also weder an ein Spital erinnern noch städtisch wirken. Denn die Umgebung im Niederholz ist geprägt von Schrebergärten und zwei- bis dreigeschossigen Siedlungen. Auch der vierflüglige Grundriss hat mit der städtebaulichen Idee des Hauses im Park zu tun. Die einzelnen Finger sind massstäblich zur Nachbarschaft und lassen alle Bewohner am Park teilhaben.Nur eine tragende Wand in jedem FlügelWegen des Parks wollten wir das Erdgeschoss möglichst offen und stützenfrei halten. Das heisst für die Obergeschosse, dass die Statik neben den feinen Stützen an der Fassade aus drei Kernen und jeweils einer tragenden Wand besteht, die von diesen Kernen in jeden der vier Trakte führt. Alle restlichen Wände sind Leichtbauwände, damit sich die Zimmergrössen später einfach
verändern lassen. Im Erdgeschoss halten die Kerne und je eine dicke Stütze die vier tragenden Wände der Obergeschosse. Wir konnten rechnerisch nachweisen, dass die Flächen effizient genutzt sind. Mit den Gemeinschafts- und Pflegeräumen in der Mitte des Grundrisses ist der Betrieb übersichtlich. 34 Zimmer bilden pro Geschoss eine Pflegeabteilung. Die Orientierung ist einfach. Die Grösse der Einzelzimmer war vorgegeben genauso wie die Möglichkeit, einzelne Zimmer etwas grösser zu formen. Das eine Standardzimmer hat eine kleine eingezogene Lo...
Grundrisskunde 1: Pflegeheim wohnlich machen

Formale Spielereien für ein Pflegeheim? Der Architekt Jean-Luc von Aarburg ist eines von vier Mitgliedern in der Geschäftsleitung von Miller & Maranta und erklärt die Ideen hinter dem Grundriss.

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