Innenansicht Regelgeschoss «Glaskegel»

«Gleichzeitig klar und mehrdeutig»

Caruso St John Architekten gewinnen den Wettbewerb für das neue Labor- und Forschungsgebäude der Universität Basel. Die Aufgabe sei so stringent wie spielerisch gelöst worden, lobt die Jury.


Ein Generalplanerteam um das Architekturbüro Caruso St John Architects aus Zürich gewinnt den Wettbewerb für einen Neubau des Departements Biomedizin der Universität Basel. Das Siegerprojekt entwerfe eine moderne Infrastruktur für die universitäre Forschung und Lehre auf dem Life-Sciences-Campus Schällemätteli, teilt das Hochbauamt des Kantons Basel-Stadt mit (siehe auch die heutige Presseschau). Am Siegerprojekt überzeugte die Jury, «wie die Projektverfasser die funktionalen Bedingungen und einschränkenden Vorgaben virtuos genutzt haben, um ein Projekt zu entwerfen, das in seiner Prägnanz und Eigenständigkeit überrascht – dies sowohl hinsichtlich der städtebaulichen Setzung, der architektonischer Gestik als auch in der Weise, wie es den funktionalen und betrieblichen Erfordernissen Rechnung trägt».

Das Preisgericht lobt die «konstante Suche nach Stringenz» und die «reduktive Klarheit» des Entwurfs, weist aber gleichzeitig auf die «fast spielerisch wirkende Interaktion zwischen Form, Funktion und Technik» hin. Die Architekten würden sich die technischen Aspekte der Aufgabe leichtfüssig zunutze machen, um sie für einen eigenständigen Ausdruck und eine anregende Arbeitsatmosphäre zu vereinnahmen: «Das gleichzeitig klare und mehrdeutige Bild, das der Vorschlag durch seinen einfachen Ausdruck und an den richtigen Stellen eingesetzte Gesten erzeugt, wird dabei fast zum Leitmotiv für eine Architektur, die durch intelligente Überlagerung von Aspekten zu ungewohnter Prägnanz gelangen kann.»

Neubau Labor- und Forschungsgebäude, Departement Biomedizin der Universität Basel
Anonymer Projektwettbewerb im anonymen Verfahren für die Universität Basel, vertreten durch das Hochbauamt Basel-Stadt
Fachjury: Thomas Jung, Thomas Blanckarts, Roger Boltshauser, Anna Jessen, Annette Gigon, Astrid Staufer
– 1.Rang: Caruso St John Architects, Zürich
– 2.Rang: Morger + Dettli Architekten, Basel
– 3.Rang: Nissen & Wentzlaff Architekten, Basel
– 4.Rang: Markus Schietsch Architekten, Zürich
– 5.Rang: Architekt Krischanitz, Zürich
– 6.Rang: Harry Gugger Studio, Basel

Ausstellung vom 3.-17. November, Montag bis Freitag von 11-14 Uhr / 17-20 Uhr, Samstag von 10-16 Uhr. Voltahalle, Voltastrasse 27, 4056 Basel.

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