Die Fassade betont die Geschosse. Fotos: PD

Gigon/Guyer bauen Turm in Oerlikon

Der Prime Tower war ihr erster Turm am Zürcher Himmel. Nun gehen Gigon/Guyer ein zweites Mal hoch hinaus in der Stadt. Die Architekten gewinnen den Wettbewerb für das Hochhaus Andreasstrasse in Zürich Oerlikon. Das Gebäude ist verwandt mit seinem grossen Bruder bei der Hardbrücke. Der Jury sind die beiden Häuser zu nah: Sie wünscht sich einen stärkeren Kontrast zum Prime Tower.

Der Prime Tower war ihr erster Turm am Zürcher Himmel. Nun gehen Gigon/Guyer ein zweites Mal hoch hinaus in der Stadt. Die Architekten gewinnen den Wettbewerb für das Hochhaus Andreasstrasse in Zürich Oerlikon. Die SBB wollen das Areal am östlichen Ende des Bahnhofs verdichten. Sie planen einen 80 Meter hohen Büroturm mit Läden und Restaurants im Erdgeschoss. Gigon/Guyer setzen sich in der zweiten Stufe gegen David Chipperfield und das österreichische Büro Riegler Riewe durch. Der fünfeckige Turm ist mit einem Sockel in der Umgebung verankert. Eine Auskragung auf 45 Metern Höhe gliedert ihn in einen Mittel- und einen Kopfteil. Ähnlich wie beim Prime Tower tritt der Baukörper je nach Standpunkt anders in Erscheinung. Die Fassade betont die Geschosse. Gewebeeinlagen verstärken den «facettenreichen und skulpturalen Charakter des Gebäudes und verleihen ihm eine schillernde Erscheinung», so die Jury. Sie hatte nach der ersten Stufe gefordert, dass sich der Bau stärker vom Prime Tower unterscheidet. Auch nach der Überarbeitung seien die beiden Hochhäuser miteinander verwandt, schreibt das Preisgericht. Sie wünscht sich, dass sich die Fassadenstruktur deutlicher abzeichnet, um den Kontrast zur glatten Haut des Prime Tower zu erhöhen. Innen besteche das Projekt durch eine hohe Qualität der Flächen- und Raumgestaltung, so die Jury. «Der Kern ist klar und einfach, die Konstruktion und die Erschliessung logisch.» Der Turm soll 2018 eröffnet werden, sieben Jahre nachdem der grosse Bruder bei der Hardbrücke fertig gestellt wurde.

Hochhaus Andreasstrasse, Zürich Oerlikon

Zweistufiger Studienauftrag mit Präqualifikation mit acht Generalplanerteams für die SBB
Weiterbearbeitung
Gigon/Guyer Architekten, Zürich; mit Ghisleni Planen Bauen, Rapperswil/Zürich; Walt + Galmarini, Zürich; Amstein + Walthert, Zürich; Schweingruber Zulauf Landschaftsarchitekten, Zürich; Reba Fassadentechnik, Chur; Bakus Bauphysik & Akustik, Zürich; Makiol + Wiederkehr, Beinwil am See; Enz & Partner, Zürich; Keino Keiser, Viznau
2. Stufe
– Riegler Riewe Architekten, Graz, mit GKS Architekten + Partner, Luzern
– David Chipperfield Architects, Berlin, mit b + p baurealisation, Zürich
1. Stufe
– Max Dudler Architekten, Berlin/Zürich
– Bob Gysin + Partner Architekten, Zürich
– huggenbergerfries Architekten, Zürich
– Burkard Meyer Architekten, Baden
– Fawad Kazi Architekten, Zürich

Kommentare

hane fischer 25.06.2013 22:18
....ist das ein Turm ?.... NEIN !
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Ich kann das Bild nicht lesen