Der Neubau des Siegerprojekts bildet einen Hof Fotos: Meyer Gadient Architekten

Gemeinsamer Hof zwischen zwei grossen Volumen

Meyer Gadient Architekten gewinnen den Wettbewerb für die Erweiterung der St. Josef-Stiftung in Bremgarten und beantworten unsere drei Fragen.

Meyer Gadient Architekten gewinnen den Wettbewerb für die Erweiterung der St. Josef-Stiftung in Bremgarten. Christian Meyer und Ueli Gadient beantworten unsere drei Fragen.

Was ist die Erfindung am Siegerprojekt?
Christian Meyer und Ueli Gadient: Eine eigentliche Erfindung gibt es nicht, jedoch grundlegende Überlegungen: Erstens werden Alt- und Neubau über einen gemeinsamen Hof verbunden, der zugleich Ankunftsbereich für den Neubau und ein Aufenthaltsraum mit Spielplatz für die Behinderten ist. Zweitens befinden sich die Liftanlagen in der Grundrissmitte und ermöglichen einen direkten Zugang von den Wohngeschossen ins Gartengeschoss, wo sich auch das Therapiebad und Gemeinschaftsräume befinden.



Wie verhält sich das Projekt zur Umgebung?
Im Umfeld des Neubaus gibt es zwei Welten: im Westen der geometrische, befestigte Eingangs-Hof, der Neu- und Altbau verbindet und im Osten der landschaftliche, grüne Therapiegarten. Pro Geschoss befinden sich zwei Wohngruppen, die jeweils beide sowohl von der West- wie auch von der Ostseite profitieren. Die Wohnräume sind jeweils gegen Westen gerichtet, die Schlafräume gegen Osten.



Wo lagen die grössten Schwierigkeiten im Wettbewerb?
In der Platzierung des grossen Neubau-Volumens. Der Perimeter war eng und das Volumen des Zentralbaus, der bestehen bleibt, gross und dominant. Wir versuchten das Problem zu lösen, indem wir das Neubauvolumen zum Zentralbau hin zurückspringen lassen und möglichst keine Zimmer Richtung Zentralbau ausrichten.

Neubau Wohnhaus St. Josef-Stiftung, Bremgarten

Projektwettbewerb im offenen Verfahren mit 34 Teilnehmern für die St. Josef-Stiftung in Bremgarten

1. Rang: Meyer Gadient Architekten, Luzern

2. Rang: Allemann Bauer Eigenmann Architekten, Zürich

3. Rang: Voelki Partner, Zürich

4. Rang: Anne-Marie Fischer und Reto Visini, Zürich

5. Rang: Stutz. Kohli. Architekten, Wohlen

6. Rang: Schenker Salvi Weber Architekten, Bern / Wien

7. Rang: Isler Gysel Architekten, Zürich

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