Die sechs kantonalen Gestaltungspläne im Hochschulgebiet

Geheimnis um das Hochschulgebiet

Die Teams von Herzog & de Meuron und Christ & Gantenbein gewinnen die ersten beiden Architekturwettbewerbe für das Hochschulgebiet Zürich Zentrum. Ihre Projekte werden aber erst im Januar präsentiert.

Grosse Aufregung gestern in der Limmatstadt. Die Siegerprojekte im Hochschulgebiet Zürich Zentrum stehen fest! Die genauere Lektüre der Medienmitteilung zeigt: Entschieden sind erst zwei von mehreren Architekturwettbewerben, allerdings nicht die unwichtigsten, handelt es sich doch um die Projekte für das «Forum UZH» auf dem Areal Wässerwies (das ist ein Bildungs- und Forschungszentrum für die Universität Zürich, ein «Kollegiengebäude des 21. Jahrhunderts») sowie für die erste grosse Etappe der Gesamterneuerung des Universitätsspitals Zürichs (USZ Kernareal). Hinter den prämierten Projekten stehen «klingende Namen», ja sogar «Stararchitekten», wie die Medien heute vermelden: den Wettbewerb für das Forum der Universität gewinnt das Generalplanerteam von  Herzog & de Meuron und b+p Baurealisation, jenen für das Universitätsspital Christ & Gantenbein, ebenfalls im Team mit b+p baurealisation.

Damit ist der Schleier aber nur halbwegs gelüftet: Die Projekte nämlich werden erst Anfang nächsten Jahres der Öffentlichkeit präsentiert. Am 8. Januar soll eine Ausstellung eröffnen, in deren Rahmen die beteiligten Partner des Generationenprojekts (Stadt und Kanton Zürich, Universitätsspital Zürich, Universität Zürich sowie die ETH Zürich) zeigen, «wie das Hochschulgebiet in 10 Jahren aussehen wird». Präsentiert werden dann sowohl die neusten Ergebnisse aus dem Stadtraumkonzept und dem Weissbuch HGZZ  als auch die beiden Siegerprojekte. Auf diese erste Konkretisierung blickt man allseits mit Spannung, war doch die von den gigantischen Ausmassen des Projekts leicht irritierte Bevölkerung nicht zuletzt mit dem Hinweis auf eben diese Wettbewerbe sediert worden: Bitte abwarten statt opponieren. So wartet man also auf den Januar. Rechtskräftig wird allerdings auch dann noch nichts sein, die Genehmigung der ersten drei von sechs Gestaltungsplänen ist noch immer hängig. Das Baugericht hatte diese aus formalen Gründen aufgehoben, der Kanton zog den Entscheid an die nächste Instanz weiter.  

Für das Basler Architekturbüro Herzog & de Meuron ist der Wettbewerbserfolg derweil die Krönung einer ereignisreichen Woche: Vorgestern präsentierten sie die spektakulären Pläne für die Bergstation «Titlis 3020», letzten Dienstag fuhr Stararchitekt Jacques mit Starrapper Kanye West aus nicht näher bekannten Gründen in einem Auto durch Basel. Kanye wiederum war wenige Tage zuvor bei Donald Trump im White House zu Besuch gewesen, wo sich die beiden ihre gegenseitige Liebe versicherten. Ein bisschen Bling-Bling kann dem Hochschulgebiet Zürich ja nicht schaden.

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