Atrium der Fachhochzentrums Graubünden (Visualisierung des preisgekrönten Projekts von Giuliani Hönger Architekten)

Fehlende Abstraktion im digitalen Wettbewerb

Der Kanton Graubünden hat seinen ersten Wettbewerb komplett digital organisiert. Die Erfahrungen sind positiv, aber stufengerecht waren die verlangten Abgaben noch nicht.

Auf der Suche nach einem neuen Fachhochschulzentrum hat der Kanton Graubünden in einem Pilotverfahren einen ersten anonymen, selektiven Wettbewerb in digitaler Form durchgeführt. Vorbildlich liess er danach Fachjury und Teilnehmer befragen. Und in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Graubünden führte er sogar einen Diskussionsabend über das Verfahren und dessen Potenzial durch. Wie dies bei einem Pilotprojekt üblich ist, dient es dazu, Fragen der Akzeptanz, Wirtschaftlichkeit, dessen Marktpotenzial und die technische Umsetzung zu erproben und daraus Schlüsse zu ziehen. Schreiben wir also darüber: Wie weiter mit dem digitalen Wettbewerb? Wettbewerbsvorbereitung und Durchführung  Die Stimmen zur Umsetzung sind allesamt positiv. Der Kanton stellte eine einwandfreie Infrastruktur zur Verfügung, die bei einer papierlosen Jurierung zwingend ist. Sowohl die Büros als auch die Jury fühlten sich während des Prozesses gut begleitet. Für das digitale Modell war Raumgleiter zuständig, für die Wettbewerbsplattform zum Austausch zwischen Teilnehmern und Auslober war Konkurado verantwortlich. Klar sei, sagt Almut Fauser von der Wettbewerbsplattform, dass der analoge Prozess nicht einfach übernommen werden könne, im digitalen Verfahren müssten die Prozesse geändert werden. Aber: « Angesichts der Neuartigkeit des Prozesses hatten wir mit mehr Widerstand gerechnet, wider Erwarten standen dem digitalen Verfahren alle Beteiligten offen gegenüber. » Die Vorbereitung war zeitintensiver, dafür verkürzte sich die Auswertung dank dem digitalen Modell. Im digitalen Verfahren sind mehr und schneller Auswertungen möglich. Die Projekte werden maximal vergleichbar, was gerade in der engeren Auswahl geschätzt wurde. Dafür entfällt die ‹ heilige Halle ›, in der bei analogen Abgaben zu Beginn einer Jurierung der ganze Umfang der geleisteten Arbeit sichtbar wird. Weil die Pl...
Fehlende Abstraktion im digitalen Wettbewerb

Der Kanton Graubünden hat seinen ersten Wettbewerb komplett digital organisiert. Die Erfahrungen sind positiv, aber stufengerecht waren die verlangten Abgaben noch nicht.

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