Visualisierung der Bauten beim Bahnhof WSB

Einfach und pragmatisch

KCAP Architekten gewinnen den Studienauftrag für das Areal Bahnhof Süd in Aarau. Anouk Kuitenbrouwer beantwortet unsere drei Fragen.



Was ist die Erfindung am Siegerprojekt?
Schlüsselfrage war, die Identität des Bahnhofs der Wynental- und Suhrentalbahn zu finden, und darauf aufbauend die Frage nach dem städtebaulichen Ansatz zu definieren. Wir haben den WSB Bahnhof als selbstverständlichen Teil des SBB Bahnhofs verstanden und auf Kontinuität und auf ein möglichst einfaches räumliches Verhältnis gesetzt. Der öffentliche Raum folgt dieser Logik. Um im eng bemessenen Kontext einen möglichst grosszügigen Raum zu schaffen, haben wir den Ort zwischen der Hinteren Bahnhofstrasse und dem WSB Gleis von Trottoir bis Perron als eine durchgehende, öffentlich zugängliche Fläche entwickelt.

Wie verhält sich das Projekt zur Umgebung?
Aus der Lektüre des Kontextes heraus wurde das Projekt in zwei städtebauliche Komponente geteilt. Um den Bahnhof und das Gleisfeld ist durch neue grossmassstäbliche und lineare Bauten ein definierter Raum entstanden. Dieser Bahnhofsraum wirkt wie eine «Kammer» auf Stadtebene und hat somit eine Starke Identität als Ort in Aarau. Entlang der Hinteren Bahnhofstrasse haben wir eine lineare Bebauung vorgeschlagen, die sich in diese Körnung fügt. Das zweite Projekt folgt der gedrehten Orientierung des Quartiers um das Electrolux Areal und wirkt wie eine Beendigung von diesem.

Wo lagen die grössten Schwierigkeiten im Wettbewerb?
Der Kontext ist eng bemessen und die eher technischen Anforderungen waren zahlreich. Die Verkehrsanforderungen zu erfüllen, die Eigentumsverhältnisse zu berücksichtigen und die gewünschte Etappierbarkeit zu ermöglichen, stellte eine Herausforderung dar. Um in diesem Spielfeld ein Projekt überhaupt zu ermöglichen und einen qualitativ hochwertigen und funktionalen städtischen Raum zu schaffen, haben wir bewusst auf Einfachheit und einen gewissen Pragmatismus gesetzt.

Areal Bahnhof Süd, Aarau

Studienauftrag im selektiven Verfahren mit fünf Teams für die Stadt Aarau, die Wynental- und Suhrentalbahn und die Metzgerei Gantner.
– Weiterbearbeitung: KCAP Architects & Planners, EBP, Zürich
– Weitere Teilnehmer: yellow z urbanism architecture, Zürich; Metron Architektur, Brugg; Brühlmann Loetscher Architekten, Zürich; Team Ernst Niklaus Fausch Architekten, Zürich

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