Blick von der Bahnhofstrasse Richtung Nüschelerstrasse, an der der mögliche Neubau steht. Fotos: Luxigon (Visualisierungen)

Ein neues Herz für die UBS

Banken und Versicherung investieren derzeit tüchtig in ihre Hauptsitze in Zürich und setzen dafür auf Wettbewerbe. Den jüngsten gewinnen EM2N für die UBS an der Bahnhofstrasse.

Banken und Versicherung investieren derzeit tüchtig in ihre Hauptsitze in Zürich. Die Swiss Re ersetzt am Mythenquai Werner Stücheli durch Roger Diener. Jessenvollenweider bauen das Stammhaus der Zürcher Kantonalbank um. Und auch die Zurich will ihren Konzernsitz sanieren und erweitern. Die Firmen loben stets Studienaufträge aus, um das beste Projekt zu erhalten. So auch die UBS, die ihr Hauptgebäude an der Bahnhofstrasse (und nicht etwa am Paradeplatz) renovieren und erweitern will. EM2N gewinnen das Verfahren. «Den Architekten gelingt trotz der bewussten Verankerung im historischen Bestand eine Grosszügigkeit atmende, städtebaulich und organisatorisch präzise Lösung», resümiert die Jury. Die Architekten deuten das Erdgeschoss zum Empfangsbereich der Filiale um und öffnen es grosszügig. «Man betritt nicht eine Mall mit Luxusgeschäften, sondern zunächst eine historische Bankhalle», so das Preisgericht. Die Sieger richten ein Café und ein «UBS-Forum» ein und verbinden das Erdgeschoss mit dem begrünten Hof. Die Jury spricht von einer Urbanität und Transparenz, die das Innere des Blocks durchziehe, und begrüsst insbesondere das Forum als Ort des Austauschs. EM2N bauen einen neuen Zwischentrakt als Herzstück der Anlage ein. Die Büros sind im Ring rundum angeordnet. Eine neue halbrunde Treppe erschliesst die Geschosse monumental. Die Jury schätzt die Offenheit des Vorschlages, mahnt jedoch: «Die Eingriffstiefe ist beträchtlich.»

Sanierung Hauptsitz UBS, Zürich

Zweistufiger Studienauftrag auf Einladung mit neun Generalplanerteams für die UBS
– 1. Rang: EM2N Architekten, Zürich; mit Studio Hannes Wettstein, Zürich; Balliana Schubert Landschaftsarchitekten, Zürich
– 2. Rang: Max Dudler Architekten, Zürich
– 3. Rang: David Chipperfield Architects, Berlin; mit MOK Architecture, Zürich
– 4. Rang: Staufer & Hasler Architekten, Frauenfeld; mit Architekt Hermann Czech, Wien

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