Das Häuschen steht in der Stadt und regt Passanten dazu an, über Grosszügigkeit nach dem Tod nachzudenken.

Ein Haus, das in Erinnerung bleibt

Der Verein MyHappyEnd will mit einer Installation ein Zeichen setzen für Personen, die gemeinnützige Organisationen beerben. Den Wettbewerb dafür gewinnen die Künstlerin Johanna Götz und der Designer Yi-Cong Lu – mit Architektur.

Was nach dem Tod passiert, wissen wir nicht. Wem wir unser Vermögen vermachen hingegen schon. Der Verein MyHappyEnd setzt sich dafür ein, dass Menschen in ihrem Testament gemeinnützige Organisationen unterstützen – damit nach dem Tod etwas bleibt für die Bedürftigen. Um auf dieses Thema aufmerksam zu machen, will der Verein mit einer Installation ein öffentliches Zeichen setzen. Dafür hat er einen Wettbewerb ausgeschrieben, den die Künstlerin Johanna Götz und der Designer Yi-Cong Lu gewinnen – mit Architektur. Die beiden jungen Deutschen schlagen eine abstrahierte Holzhütte vor, die mit Schindeln eingekleidet und auf zwei Seiten offen ist. In der guten Stube im Inneren richten sie mit einem Schrank, einem Tisch und Stuhl eine Wohnung ein. In den Schubladen und an den Kleiderhaken platzieren sie Objekte von Hinterbliebenen. Ein Schriftzug zeigt, welche persönliche Geschichte hinter der Teekanne, dem Hemd oder dem Buch steckt. Das Konzept sieht vor, dass die Bevölkerung Gegenstände von Verstorbenen mitbringen und austauschen kann. Feinfühlig und formal gekonnt regt die Installation dazu an, über Grosszügigkeit nach dem Tod nachzudenken. Das Häuschen soll auf einem öffentlichen Platz in der Schweiz aufgestellt werden – wo ist noch nicht klar. Ab nächstem September wird es für den guten Zweck und allgemein für das Testament werben, denn nur jeder vierte Schweizer hält schriftlich fest, was nach dem Tod geschieht.

«Sichtbar in Erinnerung»

Ideenwettbewerb mit 17 Teilnehmern für den Verein MyHappyEnd
– Weiterbearbeitung: Johanna Götz und Yi-Cong Lu
Weitere Teilnehmer Finalrunde:
– Matthias Merdan
– Sibylle Völkin
– Markus Weiss
– Roy Andres Hofer und Naoki Fuku

Ausstellung zum Wettbewerb: bis am 25. Oktober 2013, Friedhof am Hörnli, Hörnliallee 70, Riehen (täglich von 7-16.00 Uhr)

* Hochparterre Redaktor Andres Herzog war Jurymitglied beim Wettbewerb.

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Kommentare

Carron Tim 28.12.2014 13:37
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