Das Siegerprojekt Fotos: Stoos Architekten

Drei Bauten

Stoos Architekten gewinnen den Projektwettbewerb für ein Notaufnahmezentrum in Egliswil. Die Geschwister Stoos beantworten unsere drei Fragen.

Stoos Architekten gewinnen den Projektwettbewerb für ein Notaufnahmezentrum in Egliswil. Jugendliche im Alter zwischen 12 und 18 Jahren, die in einer Krise stecken, sollen während höchsten vier Monate einen Ort mit Wohnen, Schule, Arbeit, Freizeit und Therapie finden. Die Geschwister Stoos beantworten unsere drei Fragen.

Was ist die Erfindung am Siegerprojekt?
Maja und Jann Stoos: Mit der Setzung von drei in Proportionen und Geschossigkeiten differenzierten Bauten, mit der klaren Aufteilung der Nutzungen und mit dem Umgang der Topografie und der Höhenstaffelung der Volumen schafft das Projekt ein in sich gefasstes Ensemble mit eigener Identität. Es öffnet sich in die Weite zur Landschaft und knüpft adressbildend an Egliswil an.

Wie verhält sich das Projekt zur Umgebung?
Das Projekt bewegt sich zwischen Halt gebender räumlicher Fassung und Luft lassender Offenheit zur Landschaft.

Wo lagen die grössten Schwierigkeiten im Wettbewerb?
Eine grosse Herausforderung bestand darin, den jeweils stimmigen Grad zwischen scheinbaren Gegensätzen von einem kontrollierten aber zwanglosen Betrieb zu finden: Ein offenes Zentrum mit klaren Raumbegrenzungen, überschaubare Innen- und Aussenräume mit Rückzugsmöglichkeiten, eine geordnete Struktur mit grosser Flexibilität in der Nutzung, um den hier befristet wohnenden Jugendlichen in einer einfachen Architektur einen ruhigen Lebensraum und den Betreuenden ein gutes Arbeitsumfeld zu bieten.
 

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