Ansicht aus Richtung St.Fiden

Die Halle, die ein Deckel ist

Um Platz für eine neue Olma-Halle zu gewinnen, soll die Stadtautobahn in St.Gallen überdeckt werden. Wie die Olma Messen bekannt geben, gewinnt das Team um Ilg Santer den Wettbewerb für die neue Halle.

Vor vier Jahren lancierten die Olma Messen St.Gallen die Idee der Überdeckung des Ostportals des Rosenbergtunnels auf der A1 Stadtautobahn. Mit der «Landgewinnung» soll der Bau einer neuen Messehalle auf dem ansonsten allseitig begrenzten Olma-Areal ermöglicht werden. Die Genossenschaft Olma Messen ist in der Lage, den überwiegenden Teil der Kosten (ca. 160 Millionen) selbst zu tragen, einen kleineren Teil übernimmt die öffentliche Hand – der diesbezügliche Volksentscheid vom März 2018 fiel mit 72% Ja-Stimmen so eindeutig wie positiv aus.

Für die Realisierung der neuen Olma-Halle 1 wurde ein selektiver Projektwettbewerb durchgeführt (54 Bewerbungen, 14 selektierte Teilnehmer). Nach sorgfältiger Sichtung in zwei Rundgängen, so teilen die Olma Messen nun mit, entschied sich die Jury für das Projekt mit dem Namen «Halle 1», hinter dem die Architekten Ilg Santer aus Zürich, die Ingenieure Pedrazzini Guidotti aus Lugano und  META Landschaftsarchitektur aus Basel stehen.

Modell des Siegerprojekts von Ilg Santer Architekten (links die Halle 9 von Betrix & Consolascio aus dem Jahr 1999)

«Gesamthaft ist ‹Halle 1› ein sehr sorgfältiger und gekonnt vorgetragener Entwurf. Die gewählte Gebäudestruktur fügt sich städtebaulich gut in den Kontext ein und erfüllt zudem die nutzungsmässig gestellten Anforderungen. Der Entwurf hat die Kraft, dem Ort eine unverwechselbare Identität und den Olma Messen St.Gallen ein neues Gesicht zu verleihen», lobt die Jury das Siegerprojekt.

Die Resultate des Wettbewerbs sind ab heute bis 14. April in der Olma Halle 1.2 zu besichtigen.

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