Visualisierung des Siegerprojekts von Hosoya Schaefer Architects, Zürich

Dank vielfältiger Vorschläge zum fundierten Entscheid

Hosoya Schaefer gewinnen den Wettbewerb für die Sanierung und Erweiterung der Primarschule Christoph Merian in Basel. Die Jury lobt das Projekt – und die Vorzüge des offenen Wettbewerbs.

Die Schulanlage Christoph Merian im Basler Gellert-Quartier ist in die Jahre gekommen und muss saniert werden. In diesem Rahmen soll das jetzige Schulraum-Provisorium durch eine definitive Erweiterung ersetzt werden, gewünscht sind zudem eine Aula und Räume für die Schulverwaltung.

Für die Aufgabe schrieb der Kanton Basel-Stadt einen offenen Projektwettbewerb aus, aus welchem der Beitrag von Hosoya Schaefer als Sieger hervorging. Die Architekten schlagen einen schmalen, viergeschossigen Gebäuderiegel vor, der rechtwinklig an den Bestand anschliesst. «Behutsam und doch selbstbewusst» nennt die Jury die vorgeschlagene Erweiterung: es entstehe mit den neuen Volumen «eine städtebaulich überzeugende Lösung mit einer Abfolge von längs und quer gerichteten Schulbauten entlang der Emanuel Büchel-Strasse». Explizites Lob erhält auch der architektonische Auftritt von Alt und Neu, ein «subtiles Gefüge aus Bestand und Neubau», das sich im jeweiligen Ausdruck der Fassaden manifestiere. Das Projekt zeige eine in hohem Masse sorgfältige Auseinandersetzung mit dem Thema «Bauen im Bestand».

Von besonderem Interesse ist weiter die Schlussbemerkung des Juryberichts zum gewählten offenen Verfahren. Wir zitieren den entsprechenden Abschnitt gerne wörtlich, zeigt er doch sehr schön auf, dass der offene Wettbewerb nicht nur gut für die Architektinnen und Architekten, sondern auch gut für die Jury und gut für den Auslober ist:

«Auch bei diesem Wettbewerb hat sich gezeigt, dass das offene Verfahren eine Vielfalt von Lösungsmöglichkeiten hervorbringt. Die Teilnahme von vielen jüngeren und weniger bekannten Büros hat ebenso bestätigt, dass das offene Verfahren für diese Büros attraktiv ist und ein gutes Instrument zur Nachwuchsförderung darstellt.

Die Bandbreite der Lösungsvorschläge reichte von reinen Aufstockungen und Anbauten an das bestehende Schulhaus über freistehende Ergänzungsbauten bis zu einem Vorschlag für einen kompletten Ersatzneubau, mit allen dazwischenliegenden Kombinationen.

Diese grosse Vielfalt von Lösungsmöglichkeiten hat das Preisgericht zu einer breiten und teilweise kontroversen Diskussion angeregt, welche zu guter Letzt zu einem fundierten, einstimmigen Entscheid geführt hat.

Dafür möchten wir allen teilnehmenden Generalplanerteams und den Jurymitgliedern für ihren engagierten Einsatz danken.»

Wir danken ebenfalls.

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