Competition verknüpft Heft und Netz eng.

Competitionline geht vom Netz ins Heft

Competitionline.com präsentiert ein Magazin zum Wettbewerb. Es bohrt in die Tiefe, verliert aber ab und an in den langen Artikeln an Biss. Die Verlinkung mit der Webseite ist praktisch. Doch sie wirft journalistische Fragen auf.

Kürzlich landet ein neues Magazin in unserer Redaktion. Der Schriftzug ist uns aus dem Internet bekannt, das Heft aber ist taufrisch. Seit zehn Jahren wirft der Tanker competitionline.com sein Netz aus im Meer der Architektur- und Ingenieur-Wettbewerbe. Nun wagt er den Schritt von den flüchtigen Netzgewässern an Land und gibt vier Mal im Jahr die Zeitschrift competition heraus. Während online an der Oberfläche gefischt wird, macht der Verlag mit dem Heft Tiefenbohrungen. Die Redaktion nimmt ihre Datenbank unter die Lupe und errechnet etwa, dass es in Berlin doppelt so viele Ausschreibungen pro Kopf gibt wie im restlichen Deutschland. Eine Statistik, die auch für die Schweiz interessant wäre. Oder das Heft zeigt auf, welches Büro am meisten Wettbewerbe gewonnen hat. Die Zeitschrift bietet mehr als blosses Zahlenschieben. Die Macher sprechen mit siegreichen Büros, Jurymitgliedern und Stadtplanern. Das Schwerpunktthema der ersten Ausgabe ist die Schule. Die Redaktion schreibt über neue Lernkonzepte und alten Schulhaurichtlinien. Sie berichtet über das Bauen für Kinder zwischen Pisa-Schock und modernem Mobiliar. Und sie unterhält sich mit Christian Kerez über die Zusammenarbeit zwischen Architekt und Schule in Leutschenbach. Das Magazin geht dem Thema ausführlich auf den Grund, verlangen aber auch dem interessierten Fachpublikum einiges an Durchhaltewille ab. Kurz und prägnant wäre mehr gewesen. Was online gilt, ist auch im Print nicht falsch.Das Magazin verknüpft Heft und Homepage eng. Es bebildert die besprochenen Wettbewerbe nicht ausführlich, dazu verweist es ins Internet. Der Leser soll den Sprung zurück ins Netz machen. Hinter jedem Büro oder Projekt steht eine rote Nummer, über die er online zum jeweiligen Profil gelangt. So wird die Webseite zum nützlichen Werkzeug. Gleichzeitig wird man beim Lesen stutzig. Wie schreibt der Verlag über Büros, die für ihr Pro...
Competitionline geht vom Netz ins Heft

Competitionline.com präsentiert ein Magazin zum Wettbewerb. Es bohrt in die Tiefe, verliert aber ab und an in den langen Artikeln an Biss. Die Verlinkung mit der Webseite ist praktisch. Doch sie wirft journalistische Fragen auf.

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