Vorhang auf für den Eissport: Caruso St John Architects bauen die neu Eishockey- und Volleyball-Arena in Zürich-Altstetten.

Caruso St John bauen Sporttempel in Zürich

Caruso St John Architects gewinnen den Wettbewerb für die Eishockey- und Volleyball-Arena in Zürich-Altstetten.

Der Sportkomplex kommt auf einem Areal mit Familiengärten westlich des Bahnhofs Altstetten zu stehen. Das Siegerteam formuliere mit einem klar strukturierten Volumen einen urbanen Auftakt zur Stadt und ein festlicher Ort für den Sport, urteilt die Jury. Das Volumen ist in drei unterschiedlich hohe Teilbereiche gegliedert: Die Eishockeyhalle definiert das Hauptvolumen, das von der Volleyball-Arena und der Trainigshalle flankiert wird. Richtung Gleisfeld öffnet sich eine grosse Dachterrasse. Auf der gegenüberliegenden Seite ist ein begrünter Innenhof angelegt. Diese Konzentration kompensiere geschickt fehlende Aussenräume auf der Erdgeschossebene, lobt die Jury. Alle drei Sportarenen werden über Arkaden an den Längsseiten erschlossen. Das Stadion ist mit wellenförmigen Betonelementen verkleidet. Die Gliederung der Fassade setze den Neubau deutlich von den umgebenden Industriebauten ab, schreibt das Preisgericht. «Sie suggeriert das Bild eines grossen Vorhangs, hinter dem sich – wie im Theater – die Spielszenen entwickeln.» Die Gebäudehülle trage dazu bei, aus der unbestimmten Situation einen besonderen Ort zu schaffen. Laut dem Fazit der Jury ist die Architektur gleichzeitig schwer und leicht: «Die Qualität des Entwurfs oszilliert zwischen den Eigenschaften eines Monuments und denjenigen eines Zelts.» Glaubt man dem Preisgericht, darf Zürich also für einmal etwas monumental sein – zumindest am Stadtrand.

Eishockey- und Volleyball-Arena, Zürich-Altstetten

Projektwettbewerb im selektiven Verfahren mit 12 Teams für das Amt für Hochbauten der Stadt Zürich im Auftrag der ZSC Lions und des Volleyballclubs Volero Zürich
– 1. Rang: Caruso St John Architects, Zürich, mit antón & ghiggi landschaft architektur, Zürich
– 2. Rang: giuliani.hönger architekten, Zürich, mit Appert & Zwahlen, Cham
– 3. Rang: Allmann Stattler Wappner Architekten, München, mit realgrün Landschaftsarchitekten, München
– 4. Rang: EM2N Architekten, Zürich, mit Balliana Schubert Landschaftsarchitekten, Zürich

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