Situationsmodell

«Campusartiges Raumgefüge»

Das als Nachwuchs eingeladene Architekturbüro penzisbettini gewinnt den Wettbewerb für den Neubau der Schule Wiesental in Baar.

Vor gut einem Jahr gewannen die jungen Architekten Daniel Penzis und Giulio Bettini den offenen Wettbewerb für den Erweiterungsneubau der Kantonsschule Limmattal in Urdorf. Wir portraitierten das ambitionierte Büro in hochparterre.wettbewerb 5/2017. Eine gewisse Strenge prägt ihre Arbeit, nicht zwingend im architektonischen Ausdruck, sicherlich aber auf der Ebene der gedanklichen Präzision. Am Ende eines Wettbewerbsentwurfs, sagten Penzis und Bettini damals im Gespräch, müsse die Essenz des Projekts in zwei Sätzen zusammengefasst werden konnen. Wohlan! Zur eben gewonnen Schule Wiesental in Baar lesen wir auf den Abgabeplänen: «Die ortohogonale und zur Umgebung hin offene Setzung verbindet räumlich die Anlage mit dem Naturraum der Lorze, schafft einen offenen Übergang zur umliegenden Stadt und bildet ein campusartiges, primarschulgerechtes Raumgefüge. Die Gebäudestrukturen orientieren sich zur Mitte, die, bebaut mit dem zentralen Pavillon, zum Ort der Orientierung sowie Begegnung wird.»

Es gibt dann noch mehr zu lesen, womit sich das architekonische Argumentarium Stück für Stück  in Worten zusammensetzt. «Die campusartige Setzung», heisst es bereits etwas detaillierter, «entflechtet optimal die Funktionen, bewahrt aber die gemeinschaftliche Idee der Schulanlage. Das eingeschossige, leicht versenkte Forum schafft mit seiner Setzung einen zentralen Orientierungsort und verleiht über die Transparenz die angemessene öffentliche Identität einer Primarschule.»

Visualisierung

Zur Architektur: «Das weit auskragende, umlaufende Dach des Forums bildet unterschiedliche Aufenthaltsräume für alle Schüler.»  Und: «Das Obergeschoss fungiert als Lernwelt mit unterschiedlichsten Schaltmöglichkeiten. Oberlichter geben dem indiviuellen Lernbereich einen konzentrierten Charakter, der zu freien Lehrformen einlädt.»

Das Preisgericht ist den Überlegungen von penzisbettini gefolgt. «Das Ziel der Verfassenden, übersichtliche, grosszügige Lernwelten für den Schulbetrieb zu erschaffen», vermerkt lobend der Jurybericht, «wird auf der Ebene des städtebaulichen Gesamtkonzeptes, der generellen Nutzungsdisposition, aber auch auf der Ebene der Bau- und Raumstruktur der Gebäude auf gestalterisch und konstruktiv überzeugende Art und Weise eingelöst.» Wir gratulieren.

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