Aussenperspektive

Ausdruck ohne Aufdringlichkeit

Bernardo Bader Architekten aus Dornbirn gewinnen den Wettbewerb für das Clubhaus des Grand Resorts Bad Ragaz. Das Projekt besticht durch Zurückhaltung.

Das heutige Golf-Clubhaus des Grand Resorts Bad Ragaz soll durch einen Teilneubau ersetzt werden. Der jetzige Bau sei wenig einladend und füge sich schlecht in das Resort ein, hiess es in der Ausschreibung: «Speziell die 2009 neu erstellte Tamina Therme mit ihrer hochstehenden Holzarchitektur hebt sich qualitativ markant vom Clubhaus ab.» Nun ist es auch für einen Neubau gar nicht einfach, neben der extravaganten Architektur von Joseph Smolenicky (siehe Hochparterre 8/2009) den richtigen Ton zu treffen. Das prämierte Projekt von Bernardo Bader aus Dornbirn reagiert auf die Herausforderung mit bewusster Zurückhaltung: Das im Raumprogramm vorgesehene Obergeschoss wird eliminiert, alle Funktionen sind im Erdgeschoss und dem bestehenden Untergeschoss angeordnet. Das Resultat ist ein elegantes Volumen, das den oval in die Höhe gezogenen Fenstern der Therme die Ruhe eines langen horizontalen Dachs entgegensetzt. Der Bau wirke nicht aufdringlich, habe aber doch viel Ausdruckskraft, schreibt die Jury. Keine geringe Leistung.


Clubhaus Golf Bad Ragaz

Studienauftrag im nicht-anonymen Verfahren für die Grand Resort Bad Ragaz AG
Fachjury: Peter Jakob, Armando Ruinelli, Lisa Schmidheiny, Markus Mettler, Axel Simon
– 1. Rang: Bernardo Bader, Dornbirn (A)
Weitere Teilnehmer:
Bargetze + Partner, Triesen (FL)
Ivan Caveng, Schaan (FL)
Norbert Mathis, Chur
Joseph Smolenicky Partner, Zürich

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