Visualisierung der Schule in Delémont

Aufwertung dank Abbruch

Kury Stähelin Architectes gewinnen den Wettbewerb für die Fachhochschule in Delémont. Jean-Philippe Stähelin beantwortet unsere drei Fragen.



Was ist die Erfindung am Siegerprojekt?
Die klare Strukturierung der Umgebung nach Prioritäten erlaubt es, einen direkten Bezug zum Fluss Sorne zu schaffen und eine campusartige Anlage zu definieren. Erst der Abbruch eines Baukörpers und die Schaffung von Parkplätzen an dessen Stelle ermöglichen die Aufwertung der Umgebung in diesem Sinne. Das bestehende Schulhaus wird aufgestockt, saniert und wird zu einem gleichwertigen Element in der neuen Komposition mit drei Baukörpern.

Wie verhält sich das Projekt zur Umgebung?
In Delémont überlagern sich Stadt, Land und Industrie. Die Proportionen und die Lage der Baukörper sollen dieser heterogenen Struktur Rechnung tragen. Einerseits definieren sie den Strassenraum mit zwei Baukörpern mit, andererseits entstehen durch die Positionierung der drei Baukörper fliessende Aussenräume, die diese Vielschichtigkeit widerspiegeln.

Wo lagen die grössten Schwierigkeiten im Wettbewerb?
Zwei Schulen mit unterschiedlichen Ausrichtungen, ein bestehendes Gebäude, nur teilweise gemeinsam genutzte Infrastrukturen, die Integration von 70 Parkplätzen mitten in der Stadt, die Anforderungen für den Hochwasserschutz und die Ausführung in zwei Bauetappen verlangten ein «Herunterbrechen» der Komplexität in eine klare und übersichtliche Organisation der Anlage.

Neubau und Sanierung Fachhochschule, Delémont

Projektwettbewerb mit 14 Teilnehmern für den Kanton Jura
– 1. Rang: Kury Stähelin Architectes, Delémont
– 2. Rang: Jomini & Zimmermann Architekten, Zürich
– 3. Rang: Burri + Tschumi + Benoit, Pascal Burri, Architecte, Soyhières
– 4. Rang: ds.architekten, Basel
– 5. Rang: Cellule, José Bento, Zürich
– 6. Rang: Kawamura – Ganjavian, Lausanne

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